Psychogene Erblindung vor Gericht: Kampf um Anerkennung ohne körperlichen Augenschaden
Psychogene Blindheit: Oberverwaltungsgericht prüft Anspruch - Psychogene Erblindung vor Gericht: Kampf um Anerkennung ohne körperlichen Augenschaden
Eine Frau aus dem Kreis Steinfurt hat ihren Kampf um Behindertenleistungen vor das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen (OVG) gebracht. Sie behauptet, an psychogener Erblindung zu leiden – einem Zustand, bei dem der Sehverlust ohne physische Schäden an den Augen oder am Gehirn auftritt. Der Prozess beginnt am 27. Februar 2023, nach Jahren juristischer Auseinandersetzungen und Verzögerungen durch die Pandemie.
Der Streit begann 2018, als die Klägerin ihren Antrag erstmals beim Verwaltungsgericht Münster einreichte. Das Gericht ordnete ein Gutachten der Universität Tübingen an, doch aufgrund der COVID-19-Beschränkungen lag der Bericht erst 2022 vor. Die Sachverständigen stellten Widersprüche zwischen den Schilderungen der Frau zu ihrem Sehvermögen und den medizinischen Tests fest: Diese zeigten eine fast normale Sehkraft auf dem rechten Auge und eine starke Sehleistung auf dem linken.
Das Verwaltungsgericht wies ihren Antrag ab und entschied, sie erfülle nicht die gesetzliche Definition von Blindheit nach dem Gesetz über Hilfen für Blinde und Gehörlose (GHBG). Zudem stellte es infrage, ob ihre Beeinträchtigung tatsächlich bestehe, übertrieben oder vorgetäuscht werde. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bestätigte diese Entscheidung und argumentierte, psychogene Erblindung weise keine organischen Schäden auf, die für finanzielle Unterstützung erforderlich seien.
Nun prüft der 12. Senat des OVG den Fall. Die mündliche Verhandlung ist für den 27. Februar 2023 um 12:30 Uhr angesetzt, das Urteil wird noch am selben Tag erwartet. Die Entscheidung könnte klären, ob psychogene Erblindung in Deutschland als Behinderung anerkannt wird – bisher gibt es hierzu keine rechtliche Präzedenz.
Das Urteil wird nicht nur darüber entscheiden, ob die Klägerin Leistungen erhält, sondern könnte auch Maßstäbe für künftige Fälle setzen. Ausschlaggebend ist, ob die Erkrankung trotz fehlender physischer Schäden an Augen oder Gehirn die gesetzlichen Kriterien für Blindheit erfüllt.
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