NRW hält über 3.600 Straftäter in forensischen Psychiatrien fest – doch das System stöhnt
NRW hält über 3.600 Straftäter in forensischen Psychiatrien fest – doch das System stöhnt
Nordrhein-Westfalen (NRW) hält derzeit 3.628 Personen in forensischen psychiatrischen Kliniken und Suchtbehandlungseinrichtungen fest. In diesen Einrichtungen werden Straftäter untergebracht, die wegen schwerer psychischer Erkrankungen oder Suchterkrankungen schwere Verbrechen begangen haben und weiterhin eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen. Die Dauer des Aufenthalts wird von Gerichten festgelegt, wobei Sicherheitsvorkehrungen Escape-Versuche verhindern sollen.
Forensische Psychiatrien in Deutschland behandeln Straftäter unter sicheren Haftbedingungen. 2023 waren bundesweit über 13.000 Menschen in forensisch-psychiatrischer Unterbringung, davon rund 6.500 in psychiatrischen Kliniken. Die Zahlen steigen seit Jahren stark an, was in 78 Kliniken im ganzen Land zu Überbelegung führt.
In NRW gibt es 17 solche Einrichtungen, eine weitere Klinik entsteht derzeit in Lünen. Zu den Sicherheitsmaßnahmen zählen Zäune, Schleusen, Videoüberwachung und Türalarme. Trotz dieser Vorkehrungen kommt es vereinzelt zu Vorfällen: Im Juni 2024 entwich ein Patient aus einer LVR-Klinik in Köln, wurde aber Tage später in Velbert wieder gefasst. Ein weiterer Fall betraf einen verurteilten Sexualstraftäter, der im September 2024 nach einem genehmigten Ausgang nicht in eine Einrichtung in Münster zurückkehrte.
Die Behandlung umfasst Medikamente, Gesprächstherapien und Beschäftigungsmaßnahmen, mit dem Ziel, die Patienten zu stabilisieren und das Rückfallrisiko zu verringern. Einige Straftäter durchlaufen im Laufe der Zeit Resozialisierungsprogramme, um wieder in die Gesellschaft eingegliedert zu werden. Doch es gibt weiterhin Herausforderungen: längere Haftzeiten, hohe Abbrecherquoten und häufige Isolationsmaßnahmen – 2024 waren mindestens 30 Personen länger als ein Jahr isoliert.
Die Daten zeigen keinen spürbaren Anstieg bei Entlassungen, obwohl die Zahl der Untergebrachten steigt. Zu Fluchtversuchen liegen keine genauen Zahlen vor, abgesehen von den beiden bestätigten Fällen.
Das System steht vor anhaltenden Belastungen, von steigenden Unterbringungszahlen bis hin zu überfüllten Kliniken. Sicherheitslücken – wenn auch selten – verdeutlichen die Schwierigkeiten bei der Betreuung hochriskanter Straftäter. Mit der neuen Einrichtung in Lünen versucht NRW, den Spagat zwischen Behandlungsbedarf und öffentlicher Sicherheit zu meistern.
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