Gütersloh kämpft mit Aktionswoche gegen den anhaltenden Gender Pay Gap

Samira Striebitz
Samira Striebitz
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Ein Plakat für die Feier des Women's Equality Day von Team Redstone, das eine Frau mit einer 'Women's Equality'-Fahne zeigt, mit Logo und Details des Events unten.Samira Striebitz

Gütersloh kämpft mit Aktionswoche gegen den anhaltenden Gender Pay Gap

Gütersloh begeht den Equal Pay Day mit einer Aktionswoche gegen die anhaltende Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen

Vom 27. Februar 2023 an macht Gütersloh mit einer einwöchigen Kampagne auf den nach wie vor bestehenden Gender Pay Gap aufmerksam. Vor dem Rathaus wehen vom 23. Februar bis zum 2. März besondere Flaggen, die auf die anhaltende Entgeltungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen hinweisen. Anlass ist die Veröffentlichung neuer Zahlen, die zeigen, dass Frauen in der Region weiterhin weniger verdienen und deutlich häufiger in Teilzeit arbeiten als Männer.

Unter dem Motto "Gleiche Bezahlung – jeden Tag" betont die Stadt, dass Lohnunterschiede ein tägliches Problem bleiben. Aktuelle Daten belegen, dass die Lohnlücke in Deutschland unverändert bei 16 Prozent liegt – ein Wert, der sich in den letzten Jahren kaum verbessert hat. Zwar fehlen vergleichbare Langzeitdaten zu Ländern wie Frankfurt, Mannheim oder Dresden seit 2010, doch die regionalen Statistiken offenbaren deutliche Unterschiede in den Beschäftigungsmustern.

Im Kreis Gütersloh sind 81 Prozent aller Teilzeitkräfte Frauen. Dieser Trend setzt sich bei den Minijobs fort: Hier sind 62,5 Prozent der Beschäftigten in geringfügigen, schlecht bezahlten Tätigkeiten weiblich. Selbst unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stellen Frauen nur 46,7 Prozent der Belegschaften. Ähnlich sieht es in der gesamten Region Ostwestfalen-Lippe aus, wo 54 Prozent der Frauen in reduzierter Stundenzahl arbeiten.

Neben der Bewusstseinsbildung ergreift die Stadt konkrete Maßnahmen, um die Berufschancen von Frauen zu verbessern. Gütersloh fördert gezielt Weiterbildungsprogramme für Frauen und strebt eine höhere Repräsentation in Führungspositionen an. Die Verantwortlichen hoffen, dass diese Initiativen langfristig dazu beitragen, strukturelle Hindernisse am Arbeitsplatz abzubauen und so die Lohnlücke zu schließen.

Die Flaggenaktion und die öffentliche Kampagne laufen sieben Tage lang bis zum 2. März. Die Organisator:innen wollen damit Diskussionen über faire Bezahlung und Arbeitsbedingungen für Frauen anstoßen. Angesichts der Dominanz von Frauen in Teilzeit- und Niedriglohnbereichen ist das langfristige Ziel der Stadt, ausgeglichenere Chancen auf allen Ebenen der Beschäftigung zu schaffen.

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