Große Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren beseitigt Kühlturm und Filteranlagen

Samira Striebitz
Samira Striebitz
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Eine große Explosion in der Mitte eines Gebäudes mit Rauch, einer Wand im Hintergrund und metallischen Gegenständen mit einer Tafel unten.Samira Striebitz

Große Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren beseitigt Kühlturm und Filteranlagen

Kontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Kühlturm, Rauchgasentschwefelung und Entstickungsanlage werden am Sonntag, 22. Februar, abgerissen

Am Sonntag, dem 22. Februar, werden der Kühlturm, die Rauchgasentschwefelungsanlage und die Entstickungsanlage des Kraftwerks Ibbenbüren durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die Aktion markiert einen weiteren Schritt beim Rückbau der deutschen Industrieinfrastruktur – ähnlich wie bei vergleichbaren Abrissprojekten in den vergangenen Jahren. Die Behörden haben für den Einsatz strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Die Sprengung ist für etwa 11:00 Uhr geplant; die Vorbereitungen beginnen bereits am frühen Morgen. Bis 8:00 Uhr müssen alle Anwohner innerhalb der Sperrzone – rund 190 Personen sowie 400 Bewohner der Zentralen Unterkunft – ihre Wohnungen verlassen. Straßen in und um das Gebiet werden gesperrt, wobei der lokale Verkehr bestimmte Abschnitte bis zur Frist noch nutzen darf.

Zudem gilt ein Flugverbot: Drohnen dürfen sich der Baustelle nicht auf weniger als 100 Meter nähern. Rund 120 Einsatzkräfte werden vor Ort sein, um Sicherheit und Logistik zu koordinieren. Nach der Sprengung könnte das Sperrgebiet bereits ab 12:00 Uhr wieder freigegeben werden – vorausgesetzt, die Sicherheitsüberprüfungen verlaufen positiv.

Anwohner können den Abriss von einem Veranstaltungszentrum in der Nähe der Sperrzone aus verfolgen; Taxis stehen für den Transport bereit. Bei Fragen schaltet die Stadt Ibbenbüren ab 7:00 Uhr eine Hotline unter der Nummer +49 5451 931-3200 (Rechts-, Ordnungs- und Bürgerdienste).

Die Sprengung reiht sich in eine Serie ähnlicher Abrissprojekte in Deutschland seit 2020 ein. Zu den bekanntesten Fällen zählen das Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg, der Block G in Niederaußem (Nordrhein-Westfalen), das Kraftwerk Heyden in Marl sowie die Anlage in Mehrum (Niedersachsen). Mindestens vier solche kontrollierten Sprengungen wurden in den letzten Jahren öffentlich bekannt.

Mit der Aktion werden zentrale Bauwerke des Kraftwerks Ibbenbüren beseitigt. Sicherheitsmaßnahmen wie Evakuierungen, Straßensperrungen und das Drohnenverbot sollen Anwohner und Einsatzkräfte schützen. Die Stadt erwartet, die Beschränkungen kurz nach den abschließenden Kontrollen aufzuheben – sofern die Lage als sicher eingestuft wird.

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