Das Ende der Rundschau: 30 Jobs fallen dem Medienwandel zum Opfer

Torsten Bender
Torsten Bender
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Eine alte Zeitung mit dem Titel "Berliner Wespen" vom 21. Februar 1873, die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung zeigt, die sich unterhalten.Torsten Bender

Das Ende der Rundschau: 30 Jobs fallen dem Medienwandel zum Opfer

Die Zeitung Rundschau wird am 1. April 2026 endgültig eingestellt und beendet damit ihre lange Tradition als Regionalmedium. Die Entscheidung ist Teil eines umfassenden Umstrukturierungsprozesses der DuMont Mediengruppe und des Heinen Verlags – rund 30 fest angestellte Mitarbeiter verlieren dadurch ihre Arbeitsplätze.

Betroffen ist auch Chefreporter und stellvertretender Chefredakteur Markus Überall, dessen Zeit bei der Rundschau nach nur einem Jahr abrupt endet. Er bezeichnete die Schließung als tiefgreifend beunruhigend – sowohl für das Team als auch für die Vielfalt der lokalen Medienlandschaft.

Überall hatte gehofft, bei der Rundschau eine langfristige Karriere aufzubauen und dort als Chefreporter sowie stellvertretender Chefredakteur Verantwortung zu übernehmen. Doch nun endet sein Engagement mit der Einstellung des Blattes. In einem LinkedIn-Beitrag nannte er die Schließung einen harten Schlag – nicht nur für seine eigene Zukunft, sondern für die gesamte Redaktion.

Der Verlag Heinen Verlag versprach den 30 betroffenen Mitarbeitern "faire Abfindungsregelungen". Dennoch kritisieren Journalistengewerkschaften sowohl Heinen als auch die DuMont Mediengruppe für die Stellenstreichungen. Diese schwächten den Regionaljournalismus zusätzlich, so die Vorwürfe.

Ohne unmittelbare Perspektiven hat Überall öffentlich mit der Suche nach einer neuen Position begonnen. Er zeigt sich offen für Möglichkeiten in Köln, im Rheinland oder ganz Nordrhein-Westfalen – sei es im Journalismus oder in anderen Bereichen. Seine Jobsuche spiegelt die wachsende Unsicherheit wider, mit der Medienprofis konfrontiert sind, während traditionelle Verlage schrumpfen oder ganz verschwinden.

Die Schließung folgt auf eine im April 2026 angekündigte Umstrukturierung, doch Details dazu, wie die Rundschau-Redaktion darauf reagiert hat, sind bisher nicht bekannt geworden. Bisher gibt es keine Bestätigung für weitere Entlassungen oder Veränderungen über die Einstellung der Zeitung hinaus.

Das Aus der Rundschau markiert das Ende einer Ära – für das Blatt wie für seine Mitarbeiter. 30 Beschäftigte müssen ihre Stellen verlassen, während Überall und andere sich nun in einem unsicheren Arbeitsmarkt behaupten müssen. Die Schließung unterstreicht zudem die anhaltenden Herausforderungen, vor denen regionale Zeitungen im Wandel der Medienlandschaft stehen.

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