28 March 2026, 10:37

Lehrerin kassiert 16 Jahre Krankengeld – und arbeitet heimlich als Alternativmedizinerin

Weißer Hintergrund mit zentrierter fetter schwarzer Schrift "National Compliance & Risk Qualifications" in einer modernen professionellen Schriftart, umgeben von einem dünnen schwarzen Rand.

Lehrerin kassiert 16 Jahre Krankengeld – und arbeitet heimlich als Alternativmedizinerin

Eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel bezieht seit über 16 Jahren bezahlten Krankengeldbezug, während sie laut Vorwürfen parallel als Alternativmedizinerin tätig war. Die Staatsanwaltschaft in Nordrhein-Westfalen ermittelt nun wegen gewerbsmäßigen Betrugs und möglicher Verstöße gegen die Amtspflichten.

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Die Pädagogin, die zuletzt 2009 regelmäßig im Schuldienst arbeitete, legte ärztliche Atteste vor, die eine psychische Erkrankung bescheinigten. Dennoch blieb sie während ihrer gesamten Abwesenheit beruflich in der Alternativmedizin aktiv. Behördenangaben zufolge fand niemals eine amtliche ärztliche Untersuchung während ihres langen Krankengeldbezugs statt.

Am 27. März 2026 durchsuchten Ermittler ihre Wohnung in Duisburg und beschlagnahmten Dokumente sowie digitale Speichermedien. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum von 2021 bis 2025, wobei der Verdacht besteht, dass sie ihr volles Gehalt vom Land ohne berechtigten Grund weiterbezog.

Der Fall wirft zudem Fragen zu einer Mitarbeiterin des Bezirksregierungs Düsseldorf auf, die möglicherweise ihre Aufsichtspflichten vernachlässigt hat. Als Reaktion darauf plant Nordrhein-Westfalen schärfere Kontrollen bei langandauernden oder wiederholten Krankschreibungen von Lehrkräften einzuführen.

Obwohl keine genauen Zahlen vorliegen, räumten Behörden "mehrere Fälle" von möglicherweise gefälschten oder unrechtmäßig verlängerten Krankengeldbezügen in den letzten Jahren ein. Der Vorfall reiht sich in andere öffentlichkeitswirksame Beispiele ein, die bereits für politische und gesellschaftliche Debatten gesorgt haben.

Die Ermittlungen laufen noch. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Lehrerin und die Bezirksregierungsmitarbeiterin gegen geltendes Recht verstoßen haben. Bei einer Verurteilung könnte der Fall rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen und zu strengeren Regelungen für Langzeiterkrankungen in der Region führen. Besonders im Fokus stehen dabei die Gehaltszahlungen an die Lehrerin sowie ihre berufliche Tätigkeit während ihrer Abwesenheit.

Quelle