Bergisch Gladbach garantiert OGS-Plätze für alle Erstklässler ab 2026 – doch Engpässe bleiben
Samira StriebitzBergisch Gladbach garantiert OGS-Plätze für alle Erstklässler ab 2026 – doch Engpässe bleiben
Bergisch Gladbach hat bestätigt, dass im Schuljahr 2026/27 ausreichend Plätze in der Offenen Ganztagsschule (OGS) für alle Erstklässler zur Verfügung stehen werden. Die meisten Grundschulen werden jedoch über diese gesetzliche Verpflichtung hinaus keine zusätzlichen Kapazitäten anbieten können. Drei Schulen – die GGS Heidkamp, die GGS Moitzfeld und die KGS Frankenforst – verfügen derzeit überhaupt nicht über ausreichend Plätze.
Ab 2026 haben Kinder einen gesetzlichen Anspruch auf einen OGS-Platz, beginnend mit den Erstklässlern. Bis 2029 wird dieser Anspruch schrittweise auf alle Jahrgangsstufen ausgeweitet. Dennoch wird die Nachfrage voraussichtlich das Angebot übersteigen, und die Stadt kann noch nicht konkret angeben, wie viele Plätze im kommenden Jahr zur Verfügung stehen werden. Offizielle Zahlen werden voraussichtlich erst Ende November veröffentlicht.
Eltern könnten nach der Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Dezember aktuelle Informationen erhalten. Die endgültigen Zusageentscheidungen, einschließlich der OGS-Zuweisungen, werden voraussichtlich erst Ende März verschickt. Allerdings wird nicht jedes Kind einen Platz an der Wunschschule erhalten, da die Plätze ungleich auf die Stadtteile verteilt sind.
Der größte Engpass bei der Ausweitung der Nachmittagsbetreuung bleibt der begrenzte Platz in den Schulen. Im aktuellen Schuljahr bietet die Stadt 3.312 OGS-Plätze an – 160 weniger als ursprünglich geplant. Um die hohe Nachfrage zu bewältigen, haben Stadt und Träger Kriterien festgelegt, die Erstklässler mit gesetzlichem Anspruch priorisieren.
Während Bergisch Gladbach die OGS-Plätze für Erstklässler im Schuljahr 2026/27 garantiert, fehlt es an vielen Schulen an zusätzlichen Kapazitäten. Eltern müssen bis Dezember auf aktualisierte Aufnahmekriterien und bis März auf die endgültigen Zusagen warten. Die Stadt steht weiterhin vor der Herausforderung, die Nachfrage aufgrund der räumlichen Begrenzungen zu decken.






