18 March 2026, 06:31

Zukunft der Energie: Bergisch Gladbach diskutiert Wärmewende und synthetisches Gas

Tortendiagramm, das den globalen Verbrauch erneuerbarer Energien im Jahr 2008 zeigt, aufgeschlüsselt nach Quellen einschließlich fossiler Brennstoffe, Kernenergie, Wasser, Heizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Zukunft der Energie: Bergisch Gladbach diskutiert Wärmewende und synthetisches Gas

Rund 80 Teilnehmer kamen zu einer Veranstaltung über die Zukunft der Energieversorgung zusammen, die von der CDU-Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit Bergisch Gladbach organisiert wurde. Im Mittelpunkt der Diskussion standen kommunale Wärmeplanung, Energielösungen für Haushalte sowie die mögliche Nutzung von synthetischem Gas im bestehenden Gasnetz der Stadt. Experten und Gäste erörterten, wie sich Klimaziele mit praktischen und wirtschaftlichen Herausforderungen in Einklang bringen lassen.

Als Redner trat Dr. David Bothe auf, Direktor bei Frontier Economics und Autor einer aktuellen DIHK-Studie zur Energiepolitik. Er präsentierte zentrale Erkenntnisse und wies auf die Risiken steigender Kosten, technischer Hürden und gesellschaftlicher Widerstände beim Umbau der Energiesysteme hin. Seine Vorschläge zielten auf einen technologieneutralen Ansatz ab, der Ausgaben senkt, Innovation fördert und wirtschaftliche Stärke als Grundvoraussetzung für wirksamen Klimaschutz betrachtet.

Bothe skizzierte zudem Leitlinien für eine nachhaltige Energiepolitik. Eine der diskutierten Ideen war die Umwidmung des Bergisch Gladbacher Gasnetzes für synthetisches Gas – konkrete Pläne hierfür gibt es jedoch noch nicht. Nach dem ab 2029 geltenden, überarbeiteten Gebäudeenergiegesetz könnten neue Gasheizungen schrittweise synthetische Kraftstoffe oder Biomethan in bestehenden Netzen nutzen, ohne dass größere Umrüstungen nötig wären. Doch die Verfügbarkeit dieser Alternativen bleibt begrenzt.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass Klima- und Energiepolitik eine generationenübergreifende Aufgabe darstellt. Sie betonten die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen, Transparenz und messbarer Fortschritte, um die langfristigen Ziele zu erreichen.

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Die Veranstaltung machte deutlich, wie komplex der Wechsel zu sauberer Energie bei gleichzeitig bezahlbaren Kosten ist. Zwar könnte synthetisches Gas eine Brücke für die bestehende Infrastruktur bieten – seine Machbarkeit hängt jedoch von künftiger Versorgung und regulatorischen Weichenstellungen ab. Die Arbeitsgruppe plant, die Debatte über konkrete Schritte für die Energiewende in Bergisch Gladbach fortzuführen.

Quelle