Wirtschaft in Düsseldorf und Niederrhein steuert auf tiefste Krise seit Jahren zu
Liliana TrappWirtschaft in Düsseldorf und Niederrhein steuert auf tiefste Krise seit Jahren zu
Die Wirtschaftslage in der Region Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein hat sich im Herbst 2025 deutlich verschlechtert. Unternehmen melden wachsenden Pessimismus, und zentrale Indikatoren erreichen die tiefsten Werte seit Jahren. Schwache Nachfrage, steigende Kosten und die bevorstehende Erhöhung des Mindestlohns belasten die Wirtschaft zusätzlich.
Der Geschäftsklima-Index für die Region ist auf –12 Punkte gefallen – der schlechteste Wert seit fünf Jahren. Die Firmen beschreiben ihre aktuelle Situation als kritisch, und eine Besserung ist kurzfristig nicht in Sicht. Fast ein Drittel der Unternehmen stuft die eigene Lage mittlerweile als instabil ein.
Auch die Erwartungen haben sich weiter eingetrübt und liegen nun bei –8,3 Punkten. Besonders besorgt sind die Arbeitgeber über die Beschäftigungsaussichten, die mit –11,7 Punkten einen Tiefstand erreicht haben. Die für Januar 2026 geplante gesetzliche Mindestlohnerhöhung verschärft die Sorgen, da die Lohnkosten weiter steigen.
Hohe Energiepreise und eine schwache Binnennachfrage bleiben anhaltende Probleme. Mönchengladbach, das zur gleichen Wirtschaftsregion gehört, sieht sich mit denselben Herausforderungen konfrontiert. Viele Unternehmen erwarten vor Jahresende kaum eine Verbesserung der Lage.
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Region zeigen keine Anzeichen einer Entspannung. Sowohl die aktuelle Situation als auch die Zukunftserwartungen verschlechtern sich weiter. Die Unternehmen stellen sich auf weitere Belastungen ein, da die Kosten steigen und die Nachfrage schwächelt. Die kommenden Monate werden für die lokale Wirtschaft voraussichtlich von anhaltender Unsicherheit geprägt sein.






