14 March 2026, 18:36

Willich baut Kita-Angebote um: Schließungen, Umzüge und ein abrissreifes Gebäude

Ein Schwarzweißfoto der abgerissenen West End Apartments, mit Schutt auf dem Boden und dem Himmel im Hintergrund.

Willich baut Kita-Angebote um: Schließungen, Umzüge und ein abrissreifes Gebäude

Willich gestaltet seine Kinderbetreuungsangebote angesichts veränderter Nachfrage und knapper Haushaltsmittel neu. Die Pläne für einen Neubau der Kita Alperhof wurden verworfen, während andere Einrichtungen geschlossen oder verlegt werden. Hintergrund ist eine prognostizierte Überkapazität von 440 Betreuungsplätzen bis 2029.

Die Kita Alperhof zieht in das Generationenprojekt Reinershof um, wo eine viergruppige Einrichtung entstehen soll. Das ursprüngliche Gebäude wird abgerissen, da die Stadt aus finanziellen Gründen keinen Neubau realisieren kann. Die Kita Villa Kunterbunt hingegen verlegt ihren Standort auf das Gelände von St. Irmgardis, das ab dem Kitajahr 2027/2028 angemietet wird. Die größeren und modernisierten Räumlichkeiten ermöglichen ein erweitertes Angebot, darunter Ganztagsbetreuung und Mittagsverpflegung.

Die Kita St. Irmgardis selbst wird zum Ende des Kitajahres 2026/2027 geschlossen. Ein weiteres Angebot, das Brückenprojekt Schatzkiste des DRK, endet bereits am 31. Juli 2026. Die Kita Blaues Haus in Schiefbahn erhält ihre freiwillige Förderung noch bis zum 31. Juli 2027, doch ihre Zukunft bleibt ungewiss.

Ursache für die Anpassungen sind rückläufige Geburtenzahlen und eine sinkende Nachfrage. Berichte der Stadt und des Statistischen Landesamts NRW zeigen eine Überkapazität von 15 bis 20 Prozent in den nördlichen Stadtteilen wie Anrath, Neersen und Schiefbahn. Eltern aus diesen Gebieten äußern Bedenken, dass das schrumpfende Betreuungsangebot die Attraktivität der Region für junge Familien mindert.

Bis 2029 rechnet Willich mit 440 freien Betreuungsplätzen aufgrund der gesunkenen Nachfrage. Die Umstrukturierung soll Kapazitäten und Bedarf in Einklang bringen – stets unter Berücksichtigung der Haushaltsgrenzen. Während Einrichtungen wie die Villa Kunterbunt ausgebaut werden, müssen andere im Rahmen des Konzepts schließen oder zusammengelegt werden.

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