14 March 2026, 18:36

Wie ein Gemälde die legendäre Schwabinger 7 wieder auferstehen lässt

Ein alter Stadtplan von München, Deutschland, auf schwarzem Hintergrund, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit beschrifteten Texten zeigt.

Wie ein Gemälde die legendäre Schwabinger 7 wieder auferstehen lässt

Ein verlorenes Stück Münchner Nachtlebensgeschichte kehrt als Kunst zurück

Die legendäre Kneipe Schwabinger 7, einst ein kulturelles Wahrzeichen Schwabings, lebt nun in einem vielschichtigen Gemälde des Künstlers Rupert Dorrer weiter. Das Werk wird am kommenden Montag bei einer besonderen Veranstaltung enthüllt.

Die Schwabinger 7 war einst Münchens berühmteste Bar und zog Scharen von Gästen in die Feilitzschstraße 7. Jahrzehnte später beherbergte das Gebäude einen Denn's Biomarkt. Bevor die Kneipe endgültig schloss, hielt Dorrer das Innere in einem Foto fest – daraus entstand später ein Mixed-Media-Gemälde auf Holz.

Das unter dem Titel Schwabinger 7 stehende Werk rekonstruiert die Wand der Bar in filigranen Farbschichten. Dorrer beschreibt es als Reflexion über Vergänglichkeit – ein Ort, der nicht mehr existiert, wird so bewahrt. Das Gemälde wurde vor zwölf Jahren versteigert und schließlich von der Supermarktkette erworben.

Doch der Geist der Kneipe lebt weiter. Dorrer und der langjährige Stammgast Waldhauser treffen sich noch immer im Grünen Eck in der Marktstraße, wo der alte Stammtisch der Schwabinger 7 erhalten blieb. Am Montag um 11 Uhr wird das Gemälde nun offiziell in einer Galerie in Bruckmühl präsentiert.

Das Kunstwerk sorgt dafür, dass die Schwabinger 7 nicht in Vergessenheit gerät. Seine schichtweise Technik spiegelt die Geschichte der Bar wider – nun für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Zeremonie markiert zugleich ein Ende und einen Neuanfang für ein Stück Münchner Vergangenheit.

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