Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison 2024
Samira StriebitzBeeinflussen hohe Treibstoffpreise den Besuch von Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison 2024
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich auf eine vielversprechende Saison vor – trotz Sorgen über steigende Spritpreise
Beliebte Veranstaltungen wie der Handwerkertag und der Thüringer Käsemarkt kehren zurück, während neue Attraktionen – darunter ein Wochenend-Busservice und Sonderausstellungen – Besucher anlocken sollen.
Den Auftakt macht das archäologische Freilichtmuseum Funkenburg, das bereits zu Ostern öffnet: Am 5. April erwartet Kinder eine Oster-Eiersuche, am Folgetag lädt ein Oster-Café ein. Trotz finanzieller Schwierigkeiten – der Trägerverein hat kürzlich Insolvenz angemeldet – stehen im Mai eine Nachstellung der Völkerwanderungszeit und im August das Funkenburg-Festival auf dem Programm.
Das Freilichtmuseum Hohenfelden eröffnet seine Hauptfläche am 28. März, das neue Besucherzentrum soll bis Ende Mai fertiggestellt sein. Pünktlich zu Ostern startet ein Wochenend-Bus ab Erfurt, der das langjährige Verkehrsproblem entschärfen soll. Zu den Highlights zählen das Museumsfest am 12. April, der Schäfertag am 1. August und ein erweiterter Thüringer Käsemarkt am 6. September.
Im Thüringer Bauernhausmuseum Rudolstadt begrüßen die Besucher ab 1. April ein restauriertes Eingangstor und ein aufgewertetes Café mit einer leistungsstarken Kaffeemaschine. Sommerhöhepunkte sind das Burgenland-Weinfest im Juni, Open-Air-Kino und die Rudolstädter Sommerkonzerte bis September. Zudem finden von Mitte Juli bis Mitte August Theateraufführungen statt.
Das Hennebergische Museum Kloster Veßra zeigt ab 28. Mai eine Sonderausstellung über Frauen in der Landwirtschaft. Ein ehemaliger Stall wurde für Bildungsprogramme umgebaut, wobei Musik in diesem Jahr eine zentrale Rolle spielt.
Anreise bleibt für viele Museen eine Herausforderung: Keines der großen Thüringer Freilichtmuseen ist derzeit regelmäßig mit öffentlichen Bussen erreichbar – Besucher sind auf das Auto angewiesen. Die neue Wochenendverbindung nach Hohenfelden ist ein erster Schritt, doch die stark gestiegenen Spritpreise – bedingt durch die Spannungen im Iran – könnten manche Reisende abschrecken.
Die Museen setzen auf sanierte Einrichtungen, neue Verkehrsangebote und ein erweitertes Veranstaltungsprogramm, um Besucher zu gewinnen. Doch angesichts der hohen Kraftstoffkosten und begrenzter ÖPNV-Anbindungen könnte die Besucherzahlen unter Druck geraten. Ob die Saison ein Erfolg wird, hängt davon ab, wie sich diese Herausforderungen mit den frischen Attraktionen die Waage halten.






