04 May 2026, 16:38

Rewe-Chef Souque greift Lebensmittelhersteller wegen hoher Preise an

Ein Supermarktregal mit verschiedenen Lebensmitteln, darunter Gemüsepackungen mit angehängten Preisschildern.

Rewe-Chef Souque greift Lebensmittelhersteller wegen hoher Preise an

Lionel Souque, der Vorstandsvorsitzende der deutschen Supermarktkette Rewe, hat große Lebensmittelhersteller scharf kritisiert, weil diese ihre Preise trotz sinkender Rohstoffkosten nicht senken. Seine Äußerungen fielen mit der Ankündigung des Unternehmens zusammen, nach einer Steuerentlastung zwar einige Preise zu reduzieren – allerdings nicht flächendeckend für alle Produktlinien.

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Als deutliches Beispiel nannte Souque Schokolade: Die Kakaopreise seien seit Monaten rückläufig, doch Marken wie Lindt und Mondelez hielten ihre Preise weiterhin hoch. Besonders verwies er auf die Milka-Alpenmilch-Tafel, die nicht nur geschrumpft sei, sondern auch teurer geworden sei – so sehr, dass Rewe sie nicht mehr unter 1,99 Euro anbieten könne.

Rewe habe bereits den Preis der hauseigenen 100-Gramm-Budget-Schokoladentafel zweimal gesenkt – zunächst auf 89 Cent, dann auf 79 Cent. Der CEO betonte, dass der Handel zwar die durchschnittlichen Ersparnisse aus der Steuerermäßigung an die Kunden weitergeben werde, die Anpassungen aber von der gesamten Produktpalette abhängen und nicht an Einzelprodukten festgemacht werden könnten.

Souque warf den großen Herstellern vor, Preissenkungen trotz gesunkener Rohstoffkosten hinauszuzögern. Seine Aussagen unterstreichen die angespannten Beziehungen zwischen Einzelhändlern und Lieferanten, wenn es darum geht, wer Kostensenkungen tragen soll.

Der Streit spiegelt eine breitere Debatte über faire Preisgestaltung wider, während die Inflation nachlässt. Rewes selektive Preissenkungen werden nur bei bestimmten Produkten greifen, nicht bei allen. Verbraucher könnten daher zunächst vor allem bei Handelsmarken günstigere Preise sehen, bevor die großen Markenhersteller nachziehen.

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