16 April 2026, 18:35

Revolutionäres Batterierecycling: 80 Prozent recycelte Materialien für neue Zellen

Vier grüne Li-Ionen-Akkus mit der Bezeichnung "Li-Ionen" und "18650" in schwarzer Schrift nebeneinander auf einer weißen Oberfläche.

Revolutionäres Batterierecycling: 80 Prozent recycelte Materialien für neue Zellen

Ein neues Forschungsprojekt in Deutschland will die Batterierecycling-Branche revolutionieren. Unter der Leitung der Forschungsgruppe PEM der RWTH Aachen strebt die Initiative ein geschlossenes Kreislaufsystem für die Herstellung von Batteriezellen mit mehr als 80 Prozent recycelten Materialien an. Gefördert wird das Vorhaben vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das Team konzentriert sich auf die Optimierung von Lieferketten und Verarbeitungsmethoden entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette. Ziel ist es, eine skalierbare Prozesskette zu entwickeln, die Schlüsselkomponenten recycelt und dabei strenge technische Standards erfüllt. Erstmals wird das Projekt auch testen, wie sich recycelte Materialien in neuen Batterien bewähren.

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Besonders herausfordernd sind dabei sowohl technisch als auch wirtschaftlich die Wiederverwertung von Graphit für Anoden. Dennoch soll sichergestellt werden, dass alle recycelten Materialien die CO₂-Emissionen senken, ohne die Leistung zu beeinträchtigen. Die Arbeit steht im Einklang mit der EU-Batterieverordnung, die Mindestrecyclingquoten für Kathodenaktivmaterialien vorschreibt.

Zu den industriellen Partnern zählen NEUMAN & ESSER, Accurec Recycling, Iondrive EU und Constantia Patz. Gemeinsam wollen sie Wege finden, um Effizienz und Nachhaltigkeit in der Batterieproduktion zu steigern.

Gelingt das Projekt, könnte es den Weg für eine nachhaltigere Batterieherstellung in Europa ebnen. Durch den Einsatz von über 80 Prozent recycelten Materialien ließen sich nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Umweltbelastung verringern. Die Ergebnisse könnten zudem künftige Recyclingstandards im Rahmen der EU-Vorgaben prägen.

Quelle