25 March 2026, 06:31

Renault revolutioniert Batterie-Lieferkette mit Kreislaufwirtschaft statt Einwegdenken

Liniengraph, der den Anstieg der Batterie-Elektrofahrzeug-Verkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Renault revolutioniert Batterie-Lieferkette mit Kreislaufwirtschaft statt Einwegdenken

Renault Group gestaltet Batterie-Lieferkette um und setzt auf Kreislaufwirtschaft statt Wegwerfmentalität

Die Renault Group hat ihre Batterie-Lieferkette grundlegend neu strukturiert, um Batterien nicht länger als Verbrauchsmaterial, sondern als wertvolle Vermögenswerte zu behandeln. Im Mittelpunkt der neuen Strategie steht die Kreislaufwirtschaft: Durch Kostensenkung und geringere Umweltbelastung sollen Fahrzeuge länger auf den Straßen bleiben. Ein zentrales Element ist dabei das modulare, austauschbare Batteriesystem, das das Unternehmen 2023 einführte.

Den Anfang machte Renaults Batterie-Tauschprogramm, das 2023 im Rahmen des Mobilize Financial Services-Ökosystems gestartet wurde. Modelle wie der Renault 5 E-Tech nutzen nun austauschbare Einheiten wie die AmpR-Batterie, die für einen schnellen Wechsel konzipiert ist. Dadurch verkürzen sich Stillstandszeiten bei Reparaturen, und das Unternehmen setzt seine "360-Grad-Strategie" um, bei der jeder Partner – von Zulieferern bis zu Recyclern – gleichzeitig Kunde und Dienstleister ist.

Schlüsselpartner treiben das System voran Bis 2026 wird Verkor aus seiner Gigafactory in Dünkirchen LFP-Zellen liefern, die ab 2025 in Betrieb geht. Envision AESC produziert bereits NMC-Zellen im Renault-Werk Douai, während Powervault für Second-Life-Speicherlösungen und das Recycling zuständig ist. Gemeinsam bilden sie ein geschlossenes Kreislaufsystem, das durch Leasingmodelle unterstützt wird, um die Besitzkosten für Kunden zu senken.

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Doch bleiben Herausforderungen: Batterien machen bis zu 30 Prozent des Fahrzeugwerts aus und gelten als Gefahrgut – mit sich ständig ändernden Vorschriften. Allein in Deutschland variieren die Handhabungsregeln je nach Bundesland. Zudem erschwert die Vielfalt der genutzten ERP-, WMS- und TMS-Systeme bei den Partnern die Echtzeit-Nachverfolgung und Datentransparenz. Trotz dieser Hürden umfasst Renaults Lieferkette mittlerweile Händler, Reparaturzentren, Lager und Recyclingbetriebe, die alle durch den Fokus auf Wiederverwendung und Effizienz verbunden sind.

Kreislaufwirtschaft als Lösung für Lagerprobleme Jean-François Beker betonte in einem aktuellen Interview mit Automotive Logistics im Format "Red Sofa", wie die Kreislaufwirtschaft Lagerengpässe verringert. Statt Batterien als Einwegprodukte zu behandeln, verlängert Renault ihre Lebensdauer durch Reparatur, Aufarbeitung und Recycling.

Das neue Modell verkürzt nicht nur die Stillstandszeiten von Fahrzeugen, sondern reduziert auch Abfall, indem Batterien länger im Kreislauf bleiben. Das geschlossene System, gestützt durch führende Hersteller und Recycler, zielt darauf ab, Kosteneinsparungen mit Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Angesichts sich wandelnder Regularien und Technologien setzt das Unternehmen auf eine anpassungsfähige Lieferkette, um die Effizienz in einem komplexen Netzwerk langfristig zu sichern.

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