NRW reformiert Grundsicherung: Strengere Regeln für fast 2 Millionen Empfänger
Liliana TrappFast jeder Zehnte in NRW bekommt Mindestsicherung - NRW reformiert Grundsicherung: Strengere Regeln für fast 2 Millionen Empfänger
Fast 2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen bezogen Ende 2024 Grundsicherungsleistungen – das entspricht etwa jedem neunten Einwohner, der auf finanzielle Unterstützung angewiesen war. Die Landesregierung plant nun Reformen, darunter strengere Regeln und eine Umbenennung des Systems.
Die Leistungen umfassen verschiedene Gruppen, darunter Arbeitslosengeld II, Grundsicherung im Alter sowie Hilfen für Asylsuchende. Über 1,55 Millionen Menschen erhielten Bürgergeld, rund 321.000 bezogen Grundsicherung im Alter. Die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen sank um 15.100 auf 88.555.
Regionale Unterschiede bei den Abhängigkeitsquoten sind eklatant: Gelsenkirchen im Rheinland verzeichnete mit 21,7 Prozent die höchste Quote, während Raesfeld im Kreis Borken mit nur 3,7 Prozent am niedrigsten lag.
Die schwarz-rote Koalition hat Änderungen des Systems vorgeschlagen: Das Bürgergeld soll in Grundsicherung umbenannt werden, verbunden mit strengeren Mitwirkungspflichten und härteren Sanktionen für diejenigen, die sich nicht daran halten. Die Reformen zielen darauf ab, die Grundsicherung im Land neu auszurichten. Bei einer Betroffenheit von fast 11 Prozent der Bevölkerung werden die Änderungen Hunderttausende betreffen. Die neuen Regeln sollen in den kommenden Monaten in Kraft treten.






