NRW-Kinderministerin verteidigt umstrittene Kita-Kernzeiten trotz Elternprotesten
Ingrid LöwerNRW-Kinderministerin verteidigt umstrittene Kita-Kernzeiten trotz Elternprotesten
Nordrhein-Westfalens neue Kinderministerin Verena Schäffer (Grüne) verteidigt umstrittene Pläne für Kernbetreuungszeiten in Kitas
Die neue Kinderministerin von Nordrhein-Westfalen, Verena Schäffer von den Grünen, hat die umstrittenen Pläne zur Einführung von Kernöffnungszeiten in Kindertageseinrichtungen verteidigt. Das Vorhaben soll den akuten Mangel an qualifizierten Fachkräften im Bereich der Kinderbetreuung durch eine Umstrukturierung der Schichtpläne und der Ausbildungsanforderungen bekämpfen.
Nach dem überarbeiteten Kinderbildungsgesetz sollen Kitas künftig ein Stammpersonal für fünf "Kernstunden" pro Tag beschäftigen. Zusätzliche Kräfte, die nur zwei statt drei Jahre ausgebildet werden, würden dann die verbleibenden "Randzeiten" abdecken. Schäffer betont, dass dieses Modell sicherstelle, dass die Einrichtungen auch dann geöffnet bleiben könnten, wenn Stellen für voll ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher unbesetzt blieben.
Die Ministerin räumt ein, dass das aktuelle System nicht mehr tragbar sei, besteht jedoch darauf, dass die Verlässlichkeit der Betreuung verbessert werden müsse. Kritiker warnen hingegen, dass die kürzere Ausbildung der Zusatzkräfte die Gesamtqualität der Kinderbetreuung mindern könnte. Erfahrungen aus anderen Bundesländern wie Bayern und Hessen zeigen gemischte Ergebnisse: Seit 2015 führten Kernöffnungszeiten in Bayern zu einer Steigerung des Betreuungsangebots um 5 bis 10 Prozent – doch Umfragen in NRW ergaben, dass 40 Prozent der Eltern mit der eingeschränkten Flexibilität unzufrieden sind.
Schäffer verweist auf Effizienzgewinne und argumentiert, dass feste Kernzeiten den Betrieb stabilisieren könnten. Gegner fragen jedoch, ob der Kompromiss – weniger voll qualifiziertes Personal – langfristig die frühkindliche Bildung schwächen werde.
Die Reform würde die Funktionsweise von Kitas grundlegend verändern und setze auf verlässliche Öffnungszeiten statt auf maximale Flexibilität. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnte dies zwar den Personalmangel lindern, doch es könnte auch das Gleichgewicht zwischen Verfügbarkeit und Qualität verschieben. Eltern und Erzieher warten nun auf weitere Details zur konkreten Umsetzung der Änderungen.
New details emerge on Kita reform's contentious group sizes and union warnings
The Kita reform debate has intensified with revelations about proposed group size increases and union warnings. Key findings include:
- Under-3 groups could expand to 13 children, exceeding previous limits by three, according to SPD criticism.
- The GEW union warns that reduced staffing during 'Randzeiten' risks turning these periods into 'pedagogical minimalism'.
- A public petition campaign highlights concerns over child welfare, citing understaffing and inadequate support for children with special needs.






