02 April 2026, 10:30

NRW setzt als erstes Bundesland KI in allen Finanzämtern ein

Schwarz-weiß-Foto eines Steuerformulars mit Text und Zahlen.

NRW setzt als erstes Bundesland KI in allen Finanzämtern ein

Nordrhein-Westfalen (NRW) führt künstliche Intelligenz in allen Finanzämtern ein – und ist damit das erste Bundesland, das KI systematisch zur Bearbeitung von Einkommensteuererklärungen einsetzt. Behördenvertreter bezeichnen den Schritt als bedeutenden Fortschritt in der digitalen Steuerverwaltung.

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Das Projekt startete mit einer Pilotphase an vier Standorten: Brühl, Bielefeld-Außenstadt, Hamm und Lübbecke. Nach erfolgreicher Testphase wird das KI-System nun in allen 104 Finanzämtern NRWs eingeführt. Die Technologie konzentriert sich zunächst auf unkomplizierte Fälle, etwa bei Arbeitnehmern mit festem Gehalt, Rentenbeiträgen oder Kapitalerträgen.

Die KI soll die Bearbeitung beschleunigen, indem sie routinemäßige Steuererklärungen automatisch vorfiltert. Dadruch gewinnen Sachbearbeiter mehr Zeit für komplexe Fälle. NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk betont, das System solle die Steuerverwaltung effizienter und bürgerfreundlicher machen.

Der Bund der Steuerzahler NRW sieht den KI-Einsatz als Weiterentwicklung bestehender Vorprüfverfahren. Dennoch rät Steuerberater Hans-Ulrich Liebern zur Vorsicht: Auch bei schnellerer automatisierter Bearbeitung sollten Steuerbescheide genau geprüft werden.

Die NRW-Steuerverwaltung bezeichnet die KI-Einführung als "Win-Win-Situation": Steuerzahler erhalten schneller Bescheide, während Beamte mehr Kapazitäten für anspruchsvollere Fälle gewinnen. Das Finanzministerium des Landes bewertet den Schritt als Meilenstein auf dem Weg zur Modernisierung des Steuerdienstes.

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