05 April 2026, 00:59

Neues Gesetz macht Änderung von Vornamen und Geschlechtseintrag einfacher als je zuvor

Ein Plakat mit dem Titel "Genehmigungen und Inspektionen" mit Bildern von Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethnien.

Neues Gesetz macht Änderung von Vornamen und Geschlechtseintrag einfacher als je zuvor

Neues Gesetz in Deutschland erleichtert Änderung von Geschlechtseintrag und Jungennamen

Seit dem 1. November 2024 ermöglicht das Selbstbestimmungsgesetz (SBGG), dass Menschen ihren rechtlichen Geschlechtseintrag und Vorname einfacher ändern können. Allein in Essen haben bis November 2025 bereits 281 Einwohner:innen von dieser Regelung Gebrauch gemacht.

Das Gesetz über die Selbstbestimmung bei der Geschlechterregistrierung (SBGG) trat am 1. November 2024 in Kraft. Demnach kann jede Person durch eine notariell beglaubigte Erklärung beim Standesamt ihren Geschlechtseintrag und Jungennamen anpassen. Zur Auswahl stehen die Optionen weiblich, männlich, divers oder auch kein Eintrag.

Zwischen der Anmeldung der Änderung und deren Vollzug gilt eine Wartefrist von drei Monaten. Nach der Umstellung sind für ein Jahr keine weiteren Änderungen von Geschlecht oder Jungennamen möglich.

Bis zum 12. November 2025 hatte das Essener Standesamt 281 Anträge bearbeitet, 13 weitere waren noch in Bearbeitung. Bundesweite Zahlen liegen noch nicht vor, doch aus Teilmeldungen geht hervor, dass in Justizvollzugsanstalten im selben Zeitraum mindestens 19 Änderungen registriert wurden.

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Das Selbstbestimmungsgesetz vereinfacht das Verfahren zur Anpassung des rechtlichen Geschlechts und des Jungennamen deutlich. Wer einen Antrag stellt, muss eine dreimonatige Frist abwarten, bevor die Änderung wirksam wird. Danach ist für ein ganzes Jahr keine weitere Korrektur möglich.

AKTUALISIERUNG

Nationwide surge in gender entry changes under Germany's new law

The SBGG has driven a sharp rise in gender entry adjustments across Germany. Key developments include:

  • 15,000 nationwide changes reported from January to October 2025, far exceeding local Essen figures.
  • In Braunschweig alone, applications jumped from 68 in 2024 to 103 in 2025 under the new law.
  • Of these, 37 changed to female, 18 to male, and 12 to diverse, reflecting shifting patterns. This data highlights the law's broad impact beyond initial regional reports.