05 April 2026, 08:30

Deutsche Telekom wagt 60-Stunden-Livestream für revolutionäres Recruiting

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Deutsche Telekom wagt 60-Stunden-Livestream für revolutionäres Recruiting

Deutsche Telekom sorgt mit mutigem Recruiting-Experiment für Aufsehen

Kürzlich machte die Deutsche Telekom mit einem ungewöhnlichen Schritt Schlagzeilen, um neue Talente zu gewinnen: Zwischen dem 5. und 7. November 2025 veranstaltete das Unternehmen einen 60-stündigen Nonstop-Livestream von seinem Bonner Hauptsitz aus. Die Aktion, die spontane Gespräche, interaktive Spielshows und offene Beteiligung für Mitarbeiter sowie ein globales Publikum verband, sollte frische Bewerber anziehen.

Ziel des Livestreams war es, einen Weltrekord für die längste Marketing-Videokonferenz der Geschichte aufzustellen. Unter dem Motto "Das hätte keine E-Mail sein können. Schaffe Verbindungen, die zählen" wollte das Unternehmen die Art und Weise neu definieren, wie Firmen mit potenziellen Nachwuchskräften in Kontakt treten. Birgit Bohle, Personalvorständin der Deutschen Telekom, erläuterte, man wolle "Talente dort erreichen, wo sie sind – und so, wie sie angesprochen werden möchten: online, vernetzt und offen für neue Ideen".

Die Initiative kam zu einer schwierigen Phase für die Aktienperformance des Konzerns. Innerhalb des vergangenen Jahres war der Kurs um etwa 9 bis 11 Prozent gefallen – von rund 33 bis 34 Euro auf 30 Euro. Damit lag die Aktie über 15 Prozent hinter dem DAX zurück, der im selben Zeitraum an Wert gewann. Zu den Gründen für den Rückgang zählten ein steiler Herbsteinbruch, eine kurze Erholung im Februar sowie jüngster Druck durch geopolitische Spannungen, etwa den Nahostkonflikt. Auch die allgemeine Marktvolatilität, etwa als Reaktion auf politische Ereignisse wie Reden von Donald Trump, spielte eine Rolle – trotz solider Unternehmensdaten wie einem Umsatzplus von 4,2 Prozent auf 119 Milliarden Euro.

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Am Vormittag des 10. November 2025 notierte die Deutsche-Telekom-Aktie erneut 0,7 Prozent im Minus bei 26,47 Euro, während der DAX zur gleichen Zeit um 0,67 Prozent zulegte.

Der 60-Stunden-Livestream war ein kreativer Versuch, das Recruiting zu modernisieren und die Attraktivität des Unternehmens zu steigern. Während die Aktion auf junge Talente abzielte, blieb die Aktie weiter unter Druck in einem unruhigen Marktumfeld. Der innovative Ansatz der Deutschen Telekom in der Personalgewinnung steht damit im Kontrast zu den aktuellen finanziellen Herausforderungen – Beobachter werden gespannt verfolgen, wie sich beide Strategien entwickeln.

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