02 April 2026, 22:31

Marls neuer Oberbürgermeister diskutiert Wirtschaftskrisen und Chancen beim Business Club

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der durch COVID-19 betroffenen US-Unternehmen nach Branche zeigt, mit Abschnitten, die wirtschaftliche Erholungstrends und unterstützenden Text anzeigen.

Marls neuer Oberbürgermeister diskutiert Wirtschaftskrisen und Chancen beim Business Club

Marls neu gewählter Oberbürgermeister Thomas Terhorst hat seinen ersten großen öffentlichen Auftritt beim Marl Business Club absolviert. Rund 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kommunalverwaltung trafen sich im Veranstaltungszentrum La Victoria, um über die wirtschaftlichen Herausforderungen und Chancen der Region zu diskutieren.

Uta Heinrich, Vorsitzende des Marl Business Club, eröffnete den Abend mit einem Hinweis auf die massiven Belastungen, denen die Industrie im nördlichen Ruhrgebiet ausgesetzt ist. Sie nannte explodierende Energie- und Rohstoffkosten sowie den verschärften globalen Wettbewerb als zentrale Hürden für die heimischen Unternehmen.

Oberbürgermeister Terhorst dankte dem Club für die Organisation der Veranstaltung und betonte die Bedeutung des Mittelstands für die wirtschaftliche Zukunft Marl. Er hob dessen Rolle als Stabilitätsanker hervor – selbst in Zeiten globaler Krisen – und warnte vor der finanziellen Schieflage in der Chemieindustrie, die sich besonders auf den Chempark Marl und die städtischen Einnahmen auswirke.

Der Bürgermeister lobte zudem das Projekt gate.ruhr als Schlüsselelement für den Strukturwandel in der Region und verwies auf dessen Potenzial, Arbeitsplätze zu schaffen und Wachstum anzukurbeln. Gleichzeitig räumte er ein, dass steigende Projektkosten und schrumpfende Haushaltsmittel die Stadt vor weitere Herausforderungen stellen.

Hauptredner Gerald Flanz, Leiter Regionalvertrieb der Deutschen Bank und Postbank, analysierte in seinem Vortrag die Komplexität der heutigen Kapitalmärkte. Dabei ging er auf die Veränderungen in der Geldpolitik, geopolitische Spannungen und die destabilisierenden Effekte neuer Technologien auf die Finanzstabilität ein.

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Die Veranstaltung machte sowohl die Widerstandsfähigkeit als auch die Verwundbarkeiten der Marler Wirtschaft deutlich. Während der Mittelstand als zentraler Garant für künftige Stabilität gilt, kämpft die Stadt weiterhin mit hohen Energiekosten, Marktvolatilität und sinkenden Einnahmen. Die Diskussionen zeigten, dass strategische Projekte wie gate.ruhr eine wichtige Stütze für das langfristige Wachstum sein sollen.

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