03 April 2026, 02:30

Bergisch Gladbach erweitert Bürgermeister-Stellvertreter auf vier Mitglieder

Ein belebter Stadtplatz mit Menschen, die sitzen und stehen, umgeben von Topfpflanzen, Metallabsperrungen, Schildern, Straßenlaternen mit Flaggen und Gebäuden unter einem bewölkten Himmel.

Bergisch Gladbach erweitert Bürgermeister-Stellvertreter auf vier Mitglieder

Bergisch Gladbach stockt Stellvertreter-Team des Bürgermeisters auf

Nach einer Abstimmung im Stadtrat hat Bergisch Gladbach die Zahl der Bürgermeisterstellvertreter von drei auf vier erhöht. Der Beschluss fiel in der ersten Sitzung nach den jüngsten Kommunalwahlen. Erstmals ist damit ein Vertreter der Grünen in diesem Gremium vertreten.

Der Vorschlag zur Aufstockung ging von CDU, SPD und Grünen aus. Ihre Einigung ermöglichte den Grünen eine Position – im Gegenzug unterstützten sie die Erweiterung. Die AfD war die einzige Partei, die gegen den Beschluss stimmte.

Die Verteilung der vier Posten erfolgte nach dem d'Hondt-Verfahren. Jeder Stellvertreter erhält künftig eine monatliche Aufwandsentschädigung von 395,40 Euro, wobei für den zweiten, dritten und vierten Stellvertreter ein Zuschlag von 150 Prozent gilt. Dadurch entstehen zusätzliche jährliche Kosten in Höhe von 9.176,40 Euro für die vierte Position.

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Laut dem freiwilligen Haushaltskonsolidierungsplan der Stadt müssen neue Ausgaben durch Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Die vier Stellvertreter übernehmen offizielle Aufgaben wie die Vertretung der Stadt bei Veranstaltungen und die Durchführung von Trauungen als Standesbeamte.

Während Bergisch Gladbach nun vier Bürgermeisterstellvertreter hat, variiert die Praxis in vergleichbaren Städten Nordrhein-Westfalens. Münster etwa verfügt derzeit über drei ehrenamtliche Stellvertreter. Ein direkter historischer Vergleich war jedoch nicht möglich, da entsprechende Daten fehlten.

Mit dem Beschluss des Stadtrats hat Bergisch Gladbach erstmals einen Grünen als Bürgermeisterstellvertreter. Die Änderung erhöht den Haushalt um knapp 9.200 Euro pro Jahr, wobei die Kosten durch Einsparungen gedeckt werden müssen. Die neuen Stellvertreter werden künftig repräsentative Pflichten bei öffentlichen Anlässen sowie administrative Aufgaben übernehmen.

Quelle