21 March 2026, 18:33

Justizvollzugsanstalt Willich I wird bis 2026 zur modernen Großhaftanstalt umgebaut

Ausführlicher architektonischer Plan der Anemas-Gefängnis, der Räume, Korridore, Fenster, Türen und strukturelle Anmerkungen auf Papier zeigt.

Justizvollzugsanstalt Willich I wird bis 2026 zur modernen Großhaftanstalt umgebaut

Justizvollzugsanstalt Willich I in Nordrhein-Westfalen wird grundlegend modernisiert

Die Justizvollzugsanstalt Willich I in Nordrhein-Westfalen durchläuft eine umfassende Modernisierung, die ihre Kapazitäten und Einrichtungen grundlegend verändern wird. Bis 2026 soll die Anlage 768 Haftplätze umfassen und damit eine deutlich größere Rolle im Strafvollzugssystem der Region einnehmen. Die Aufwertung markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer zeitgemäßen Ausrichtung von Inhaftierung und Resozialisierung.

Den Auftakt des Projekts bildete der Abriss veralteter Bereiche des alten Gefängniskomplexes, der bis zum Sommer 2023 abgeschlossen wurde. Dadurch entstand Platz für den Neubau des Haftgebäudes 2, das Kernstück der Erweiterung. Das neue Gebäude wird 368 Zellen beherbergen, darunter Einzel- und Gemeinschaftszellen sowie zwei barrierefreie Zellen, die den Anforderungen an Zugänglichkeit entsprechen.

Die Gesamtkapazität der Anlage für den geschlossenen Vollzug männlicher Gefangener steigt dadurch von rund 400 Plätzen vor 2023 auf über 600 bis 2026. Diese Erhöhung ergibt sich sowohl aus der Sanierung bestehender Gebäude als auch aus dem Neubau von etwa 250 zusätzlichen Plätzen zwischen 2023 und 2025. Der gesamte Komplex umfasst nun 27.000 Quadratmeter und verfügt über zwei Haftgebäude, Werkstätten sowie ein Multifunktionsgebäude.

Die zweite Bauphase, die unter der Leitung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) steht, umfasst Erweiterungen der Werkstätten und des Multifunktionsgebäudes. Zudem ist eine große Freiluft-Sportanlage geplant. Allein das Haftgebäude 2 fügt rund 6.000 Quadratmeter Nutzfläche hinzu, sodass die Gesamtausweitung des Geländes über 6.500 Quadratmeter beträgt.

Das Konzept der Modernisierung setzt auf einen zeitgemäßen, resozialisierungsorientierten Strafvollzug, der die erfolgreiche Wiedereingliederung der Inhaftierten fördern soll. Werkstätten und Multifunktionsbereiche bieten während der Haftzeit Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Nach Abschluss der Arbeiten wird die Justizvollzugsanstalt Willich I über 768 Haftplätze verfügen und damit zu einer der größten modernisierten Haftanstalten Nordrhein-Westfalens zählen. Die erweiterten Werkstätten, Sporteinrichtungen und barrierefreien Zellen spiegeln den Wandel hin zu modernen Strafvollzugsstandards wider. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für 2026 vorgesehen.

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