Günther Jauch kauft Loriots legendäres Haus am Starnberger See
Günther Jauch hat das ehemalige Wohnhaus von Vicco von Bülow am Starnberger See erworben. Der verstorbene Komiker, der unter seinem Künstlernamen Loriot weltweit bekannt wurde, lebte jahrelang in dem Anwesen. Viele Fans hatten lange vermutet, dass dort seine berühmten Sketche und Filme entstanden – doch die meisten wurden an anderen Orten gedreht.
Jauch, ein langjähriger Verehrer von Loriots Humor, hat bereits mehrfach kulturelle Denkmäler bewahrt. Mit diesem Kauf fügt er dem Erbe eines der beliebtesten Satiriker Deutschlands ein weiteres Kapitel hinzu.
Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, schuf einige der prägendsten Komödien des Landes. Seine beiden bekanntesten Filme, Ödipussi (1988) und Pappa ante Portas (1991), spielten beide mit Evelyn Hamann in der Hauptrolle – gedreht wurden sie jedoch nicht in seinem Haus am Starnberger See.
Als Drehort für Ödipussi diente unter anderem das Imperiale Palace Hotel in Santa Margherita Ligure. Für Pappa ante Portas nutzte man das Axel-Springer-Hochhaus in Berlin für die Entlassungsszene von Heinrich Lohse, während die Geburtstagsfeier von Renate Lohses Mutter auf dem Ahlbecker Pier auf Usedom stattfand. Selbst das Speisezimmer in Pappa ante Portas weicht vom Originalfoto ab – der 16-jährige Dieter Lohse fehlt in der späteren Version.
Auch Loriots frühere Werke entstanden größtenteils in Studios oder an externen Drehorte. Ottos Memoiren (1970) wurde in verschiedenen Ateliers gedreht, während die Sketche aus seiner Unterhaltungsshow der 1970er-Jahre in München und Berlin produziert wurden. Schon seine humorvollen Bücher der 1950er-Jahre, wie Der unentbehrliche Ratgeber für den Umgang in feiner Gesellschaft, festigten seinen Ruf, lange bevor er im Fernsehen und Kino erfolgreich wurde.
Jauchs Erwerb folgt auf sein Engagement für andere kulturelle Sanierungsprojekte, darunter das Marmorpalais in Potsdam. Seine Verbindung zu Loriots Vermächtnis lässt erwarten, dass das Anwesen mit großer Sorgfalt erhalten bleibt.
Das Haus am Starnberger See bleibt ein Symbol für Loriots Einfluss – auch wenn nur wenige seiner Werke dort entstanden. Durch Jauchs Kauf bleibt die Immobilie mit ihrem berühmten früheren Besitzer verbunden. Fans des Komikers können das Haus nun als Teil seines größeren kulturellen Erbes betrachten.