21 March 2026, 20:30

Gelsenkirchener Sparkassen-Opfer erhalten erste Entschädigungen nach spektakulärem Einbruch

Plakat, das eine Gruppe von Menschen zeigt, von denen einer eine Waffe hält, ein Fenster und eine Wand im Hintergrund und den Text "Der große Zugraub - Trouching a Terrible Tough" oben und unten.

Gelsenkirchener Sparkassen-Opfer erhalten erste Entschädigungen nach spektakulärem Einbruch

Opfer des Einbruchs bei der Gelsenkirchener Sparkasse erhalten erste Entschädigungen

Nach dem spektakulären Raubüberfall auf die Sparkasse Gelsenkirchen im Dezember beginnen die Geschädigten nun, Entschädigungszahlungen zu erhalten. Bei dem Coup waren über 3.250 Schließfächer aufgebrochen worden, wodurch mehr als 2.300 Kunden betroffen waren. Mittlerweil wurden die ersten Auszahlungen vorgenommen – einige Opfer erhielten durch Versicherungsansprüche beträchtliche Summen.

Der Einbruch in der Filiale der Sparkasse Gelsenkirchen-Buer ereignete sich Ende letzten Jahres. Die Täter hatten nahezu alle der 3.250 Schließfächer geknackt, woraufhin die Polizei über 2.300 Geschädigte befragen musste. Viele Kunden stellten fest, dass sie keine zusätzliche Hausratversicherung besaßen, die Verluste aus den Fächern abgedeckt hätte.

Jedes Schließfach war über die Sparkasse mit etwa 10.300 Euro versichert. Doch Kunden mit einer zusätzlichen Hausratpolice erhielten höhere Entschädigungen. Im Durchschnitt wurden pro Antragsteller etwas mehr als 22.000 Euro ausgezahlt.

Der Anwalt Daniel Kuhlmann setzte für elf Mandanten insgesamt rund 250.000 Euro durch, wobei Einzelzahlungen bis zu 70.000 Euro erreichten. Diese Klienten verfolgten zudem vollständige Haftungsansprüche gegen die Bank. Die Rechtsanwälte Ralf Bürger und Christian Dreier erstritten für einen weiteren Geschädigten etwa 20.000 Euro. Entscheidend war dabei die lückenlose Dokumentation der eingelagerten Wertgegenstände.

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Unterdessen wurden bereits zwei Klagen beim Landgericht Essen eingereicht. Ein erstes Güteverhandlungstermin ist für Juni angesetzt. Weitere Betroffene könnten folgen – einige prüfen Musterklagen gegen die Sparkasse wegen angeblicher Sicherheitsmängel.

Die ersten Entschädigungszahlungen bedeuten für die Opfer einen wichtigen Schritt. Dennoch fordern einige Geschädigte weitere juristische Schritte, da sie die Sicherheitsvorkehrungen der Bank als unzureichend bewerten. Die Ergebnisse der anstehenden Gerichtsverhandlungen könnten wegweisend für künftige Ansprüche sein.

Quelle