20 April 2026, 08:31

FMO baut NRWs größtes Solarkraftwerk auf ehemaligem Protestgelände

Luftaufnahme eines Flughafens mit Fahrzeugen auf Straßen, Grünflächen, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel, mit einer Solarzelle auf dem Dach eines nahegelegenen Gebäudes.

FMO baut NRWs größtes Solarkraftwerk auf ehemaligem Protestgelände

Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) baut größtes Solarkraftwerk Nordrhein-Westfalens

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Auf dem Gelände des Flughafens Münster/Osnabrück entsteht künftig das größte Solarkraftwerk des Landes. Das Projekt verwandelt 70 Hektar Ackerland, das ursprünglich für eine Startbahnverlängerung vorgesehen war, in eine bedeutende Stätte für erneuerbare Energien in der Region.

Die Fläche in der Gemeinde Greven war einst für den Ausbau der Flughafeninfrastruktur erworben worden. Doch nach jahrelangen Protesten wurden diese Pläne verworfen. Josef Tumbrink, ehemaliger Vorsitzender des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), hatte sich mit Klagen gegen das Vorhaben gestellt und dessen Scheitern als Sieg für den Klimaschutz und den Naturschutz gewertet.

Nun entsteht dort stattdessen eine Photovoltaikanlage, deren Bau bereits voranschreitet. Nach der Fertigstellung im Jahr 2028 wird das Kraftwerk den Flughafen sowie einen benachbarten Industriepark mit Strom versorgen. Langfristig könnte es auch zur Energieversorgung von Elektroflugzeugen beitragen und damit die Nachhaltigkeitsziele der Branche unterstützen.

Oliver Krischer, Minister für Umwelt und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, hat das Projekt öffentlich unterstützt. Seine Zustimmung unterstreicht den Wandel von der Flughafenexpansion hin zur Förderung erneuerbarer Energien in der Region.

Die Solaranlage soll 2028 in Betrieb gehen und nutzt damit ein Gelände, das einst von Umweltkonflikten geprägt war. Sie wird sauberen Strom für den FMO und die lokale Industrie liefern – mit der Perspektive, künftig auch die Elektro-Luftfahrt zu versorgen. Das Vorhaben markiert einen deutlichen Kurswechsel: weg von klassischem Infrastrukturausbau, hin zu nachhaltigen Alternativen.

Quelle