16 April 2026, 12:33

Essener Politik-Titan Hanslothar Kranz mit 90 Jahren gestorben

Eine Trauerprozession mit Menschen in Mützen und Fahnen vor dem Kapitolsgebäude, begleitet von Fahrzeugen, Laternenpfählen, Bäumen und Gebäuden unter einem klaren Himmel.

Essener Politik-Titan Hanslothar Kranz mit 90 Jahren gestorben

Hanslothar Kranz, engagierter Kommunalpolitiker und langjähriger öffentlicher Diener, ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Der über Jahrzehnte in Essen tätige Politiker hinterlässt ein Erbe des Einsatzes für Demokratie, soziale Belange und die Entwicklung der Gemeinschaft.

Geboren 1935 in Duisburg, begann Kranz seine politische Laufbahn 1969 mit dem Eintritt in den Essener Stadtrat. Über 45 Jahre blieb er aktives Mitglied – bis zu seinem Ausscheiden 2014. Seine prägendste Phase erlebte er zwischen 1975 und 2009 als Bezirksvorsitzender des Stadtbezirks IX, zu dem Werden, Kettwig und Bredeney zählen.

In dieser Zeit leitete er den Bau- und Verkehrsausschuss und gestaltete maßgeblich die lokale Infrastruktur sowie die Stadtplanung. Über die Politik hinaus engagierte er sich intensiv in kulturellen und sportlichen Vereinen, setzte sich für den sozialen Zusammenhalt ein und kämpfte für bessere Rechte von Menschen mit Behinderungen.

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Auch nach seinem Rückzug aus aktiven Ämtern blieb Kranz als sachkundiger Bürgerberater dem Rat verbunden und stand mit Rat zur Seite. Für sein Wirken wurde er unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet. Als überzeugter Demokrat verteidigte er stets die Grundsätze einer freien und offenen Gesellschaft.

Oberbürgermeister Thomas Kufen würdigte Kranz als eine herausragende Persönlichkeit, die sich mit unerschütterlicher Leidenschaft und Hingabe für die Essener Bürger eingesetzt habe.

Sein Tod markiert das Ende einer Ära für die Essener Politik. Kranz' jahrzehntelanges Engagement – als Stadtrat, Bezirksvorsitzender und Fürsprecher – hat bleibende Spuren in der Gemeinschaft hinterlassen. Die Stadt wird ihn als unermüdlichen Kämpfer für demokratische Werte und sozialen Fortschritt in Erinnerung behalten.

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