Düsseldorfs berühmte Senfmarken verlassen nach Jahrhunderten die Stadt
Ingrid LöwerDüsseldorfs berühmte Senfmarken verlassen nach Jahrhunderten die Stadt
Zwei der bekanntesten Senfmarken Düsseldorfs verlassen nach Jahrhunderten lokaler Produktion die Stadt. ABB Mostard und Löwensenf, beide berühmt für ihre traditionellen Rezepte und die markanten Keramiktöpfe, werden künftig anderswo hergestellt. Der Umzug erfolgte nach dem Auslaufen eines wichtigen Mietvertrags und hat bei Stadtvertretern und Händlern gleichermaßen Besorgnis ausgelöst.
ABB Mostard, eine Marke mit Wurzeln bis ins Jahr 1626, hat seine Produktion von Düsseldorf nach Moers verlegt. Der Schritt wurde nötig, nachdem der Mietvertrag für das Werk in der Nähe des Düsseldorfer Flughafens endete. Löwensenf, seit 1726 hergestellt, hat seine Fertigung bereits nach Thüringen verlagert.
Die Veränderungen bedeuten, dass keiner der Senfsorten künftig noch die Bezeichnung „Düsseldorfer“ tragen darf. Dennoch bleibt der ikonische Senfladen in der Altstadt geöffnet. Geplant ist sogar eine Erweiterung des Ladens sowie der Bau einer Schaufabrik, in der Besucher die Herstellung des Senfs live mitverfolgen können.
Stadtvertreter zeigen sich besorgt über den Verlust beider Produktionsstätten. Der Senf, oft als Souvenir verschenkt, ist vor allem für seine Keramiktöpfe und handwerkliche Tradition bekannt. Über die Folgen des Umzugs wird weiterhin unter lokalen Unternehmen und Anwohnern diskutiert.
Das Wegziehen beider Senfmarken markiert das Ende einer langen Tradition in Düsseldorf. Zwar bleibt der Laden in der Altstadt bestehen, doch mit dem Verlust der lokalen Produktion geht ein Stück Stadtgeschichte verloren. Der erweiterte Laden und die Schaufabrik sollen das Erbe des Senfs bewahren – auch wenn er nicht mehr innerhalb der Stadtgrenzen hergestellt wird.






