22 March 2026, 00:39

Dortmunds radikaler Neuanfang: Warum drei Schlüsselspieler den BVB verlassen

Fußballtrainer in einer Mütze und Spieler in Helmen auf einem Feld mit Torpfosten, Bäumen und klarem Himmel.

Dortmunds radikaler Neuanfang: Warum drei Schlüsselspieler den BVB verlassen

Borussia Dortmund steht vor einem tiefgreifenden Wandel in diesem Sommer, denn mit Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan verlassen drei Leistungsträger den Verein nach Ablauf ihrer Verträge. Der BVB hat sich bewusst gegen eine Verlängerung entschieden – ein Einschnitt, der eine neue Ära für den Klub einläutet.

Carsten Cramer, Sprecher der Geschäftsführung, sieht in den Abgängen jedoch keine Rückschläge, sondern Chancen. Statt Resignation betont er einen mutigen und zuversichtlichen Kurs für die Zukunft des Vereins.

Die Entscheidung, die Verträge von Brandt, Süle und Özcan nicht zu verlängern, ist Teil einer langfristigen Strategie. In den vergangenen Jahren hat Dortmund systematisch junge Talente gefördert und später gewinnbringend verkauft. Spieler wie Erling Haaland, Jude Bellingham und Jadon Sancho brachten dem Klub seit 2020 Transfererlöse von über 500 Millionen Euro ein.

Dieses Modell unterscheidet sich deutlich von der Philosophie des Rivalen FC Bayern München, der auf etablierte Stars wie Harry Kane oder Leroy Sané setzt und diese langfristig bindet. Bayer Leverkusen wiederum verfolgt unter Xabi Alonso einen nachhaltigen Teamaufbau. Dortmunds Ansatz basiert hingegen auf einer hohen Fluktuation, die es dem Verein ermöglicht, trotz geringerer Einnahmen wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben.

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Kritiker warfen dem BVB in der Vergangenheit oft Zögerlichkeit vor – etwa bei Personalentscheidungen. Doch unter Cramers Führung soll nun Entschlossenheit und Weitsicht signalisiert werden. Zudem plant der Klub, Kapitän Emre Can, dessen Vertrag ebenfalls ausläuft, ein neues Angebot zu unterbreiten.

Mit dem Abschied von Brandt, Süle und Özcan steht eine Neuformierung des Kaders an. Doch der Fokus auf Nachwuchsförderung und strategische Transfers bleibt zentral für Dortmunds wirtschaftliche und sportliche Ausrichtung. Cramers optimistische Linie gibt die Richtung vor – der Verein will sich neu aufstellen, ohne dabei das bewährte Modell der schnellen Spielerrotation aufzugeben.

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