19 March 2026, 12:36

Deutsche Bahn modernisiert Kölner S-Bahn-Strecke für 85 Millionen Euro bis 2030

Alte Ansichtskarte zeigt den Bahnhof Germersheim in Deutschland mit einem Gebäude, Menschen, Fahrzeugen, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Deutsche Bahn modernisiert Kölner S-Bahn-Strecke für 85 Millionen Euro bis 2030

Deutsche Bahn investiert 85 Millionen Euro in moderne Signaltechnik auf Kölner S-Bahn-Strecke

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Die Deutsche Bahn steckt 85 Millionen Euro in die Modernisierung der Signaltechnik entlang einer wichtigen Pendlerstrecke in Köln. Ab April 2026 wird die S-Bahn-Linie zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach mit digitaler Technik aufgerüstet. Zwar müssen Fahrgäste vorübergehend mit Einschränkungen rechnen, langfristig profitieren sie jedoch von schnelleren, zuverlässigeren Verbindungen und der künftigen Kompatibilität mit europäischen Zugsicherungssystemen.

Die Bauarbeiten beginnen am 10. April 2026 mit einer vollständigen Sperrung der S-Bahn-Linie S11 bis zum 3. Juli. In dieser Zeit ersetzen Busse die Züge. Um die Auswirkungen abzumildern, startet ein unabhängiges Fahrradleihsystem namens S11-Bike, das Pendlern die Fahrt zwischen Köln und Bergisch Gladbach mit dem Rad ermöglicht. Zudem wird die Radpendlerroute 2 mit temporären Hinweisschildern ausgestattet.

Kern des Projekts ist ein neues digitales Stellwerk in Köln-Mülheim. Hier verlegen Arbeiter 15 Kilometer Kabel, graben 70 Schächte und installieren moderne Signale und Weichen. Die Infrastruktur bildet später die Grundlage für das European Train Control System (ETCS), ein standardisiertes System zur lückenlosen Zugüberwachung über Grenzen hinweg. Im Gegensatz zu veralteten Blocksignalsystemen steigert ETCS die Kapazität und verringert Verspätungen.

Weitere Sperrungen sind für 2027 geplant: Die Strecke wird vom 9. Juli bis zum 15. Oktober für drei Monate komplett gesperrt, zusätzlich gibt es eine einwöchige Unterbrechung vom 7. bis 14. Mai. Zudem finden Nachtarbeiten zwischen dem 7. August und 4. September 2026 statt. Die gesamten Modernisierungsarbeiten sollen bis 2030 abgeschlossen sein und dem regionalen Schienennetz langfristige Vorteile bringen.

Durch die Erneuerung ersetzen digitale Systeme die veraltete Signaltechnik und steigern die Effizienz. Nach Abschluss der Arbeiten kann die Strecke mehr Züge mit weniger Störungen bewältigen. Die Investition bereitet das Netz zudem auf die flächendeckende Einführung von ETCS vor und bringt es so auf den Stand der europäischen Bahnstandards.

Quelle