Circular Valley Forum 2024: 1.200 Expert:innen diskutieren die Zukunft der Kreislaufwirtschaft
Samira StriebitzCircular Valley Forum 2024: 1.200 Expert:innen diskutieren die Zukunft der Kreislaufwirtschaft
Circular Valley Forum versammelt 1.200 Expert:innen in Wuppertal
Am 14. November kommen in Wuppertal 1.200 Fachleute aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, um beim Circular Valley Forum über nachhaltige Verpackungen und Lösungen für die Kreislaufwirtschaft zu diskutieren. Das diesjährige Motto lautet: "Grenzüberschreitende und branchenweite Initiativen".
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen neue Technologien, die Materialkreisläufe schließen sollen. Internationale Start-ups präsentieren praxistaugliche Lösungen, während Branchenführer über Herausforderungen in globalen Wertschöpfungsketten sprechen.
Ein Höhepunkt ist die Vorstellung des ersten lebensmittelsicheren recycelten Polypropylens (PP), das den EU-Standards entspricht – eine Entwicklung von Prevented Ocean Plastic und Industriepartnern. Unternehmen wie Innovia Films und Spectra Packaging setzen das Material bereits in ihren Produkten ein.
Die Firmen Subeco und Paques stellen zudem einen gemeinsamen Plan für PHA-basierte Barrierebeschichtungen vor, die Verpackungen vollständig biologisch abbaubar und frei von fossilen Rohstoffen machen sollen. Ziel der Kooperation ist es, kreislauffähige Beschichtungen zu entwickeln, die unabhängig von herkömmlichen Ressourcen sind.
In vertraulichen Runden werden Teilnehmer:innen konkrete Projekte erörtern. Das Start-up Wildplastic hat etwa gezeigt, wie aus Kunststoffabfällen aus informellen Sammelsystemen – etwa in Ländern ohne geordnete Abfallwirtschaft – Granulate für neue Produkte wie Müllbeutel in Deutschland entstehen können.
Vertreter:innen aus Großindustrie, Mittelstand und Politik analysieren sowohl Hürden als auch Chancen bei der Gestaltung nachhaltigerer Lieferketten. Das Forum vereint vielfältige Akteur:innen, um den Fortschritt in der Kreislaufverpackung zu beschleunigen. Im Fokus stehen skalierbare Lösungen – von abbaubaren Beschichtungen bis zu Recyclingmaterialien –, die die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen verringern sollen. Die Ergebnisse könnten künftige Politiken und Branchenstandards in Europa prägen.






