Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf alter Deponie
Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk
Auf einer ehemaligen Mülldeponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großes Solarpark-Projekt. Der Kreis Borken hat grünes Licht für das Vorhaben gegeben, das brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln soll. Das Areal gehört gemeinsam dem Kreis und der Stadt Ahaus und könnte zudem helfen, die Abfallentsorgungskosten für die Anwohner zu senken.
Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) wird das Projekt leiten. Das unebene Gelände der Deponie – verursacht durch fortlaufende Setzungsbewegungen des Bodens – erschwert zwar die meisten Baumaßnahmen, eignet sich jedoch ideal für ein Solarkraftwerk. Um staatliche Fördergelder zu erhalten, muss der Bau bis Mitte 2025 abgeschlossen sein.
Nordrhein-Westfalen nutzt stillgelegte Deponien bereits seit einigen Jahren für die Solarenergiegewinnung. In den vergangenen fünf Jahren gingen zwei ähnliche Projekte ans Netz: ein 22-Megawatt-Kraftwerk in Marl (2023) und eine 15-Megawatt-Anlage in Krefeld (2024). Nun wird auch der Standort in Ahaus für großflächige Energiespeicherlösungen geprüft – künftig könnte hier überschüssiger Windstrom zwischengespeichert werden.
Der Solarpark könnte einen Teil der jährlichen Unterhaltskosten der Deponie decken. Gelingt das Projekt, könnte dies langfristig zu niedrigeren Abfallgebühren für die Bewohner der Region führen. Damit reiht sich das Vorhaben in einen wachsenden Trend ein: aus stillgelegten Deponien saubere Energiezentren zu machen.