1. FC Köln in der Krise: Trainer Kwasniok nach sieben Spielen ohne Sieg unter Druck
Ingrid LöwerKwasniok auf der Kippe? Krisentreffen bei 1. FC Köln - 1. FC Köln in der Krise: Trainer Kwasniok nach sieben Spielen ohne Sieg unter Druck
1. FC Köln steht vor wachsender Unsicherheit nach sieben Spielen ohne Sieg
Die jüngste Punkteteilung gegen Borussia Mönchengladbach hat die Führungsetage des Vereins veranlasst, die aktuelle Ausrichtung des Teams infrage zu stellen. Cheftrainer Lukas Kwasniok, der im vergangenen Sommer das Amt übernahm, sieht sich zunehmend unter Druck.
Mit 23 Punkten aus 22 Spielen belegt der FC Köln derzeit Platz 12 in der Tabelle – knapp über den Abstiegsrängen. Zwar schneidet die Mannschaft besser ab als andere Aufsteiger wie der Hamburger SV oder der FC St. Pauli, doch die Serie schwacher Ergebnisse erhöht den Handlungsdruck.
Kwasniok traf sich am Montag zu einem Krisengespräch mit Vereinsvertretern auf dem Trainingsgelände. Sportdirektor Thomas Kessler nahm an den Beratungen teil, vermied jedoch eine öffentliche Rückendeckung für den Trainer. Später betonte Kessler, die Gespräche über die Zukunft des Teams blieben ergebnisoffen – eine klare Aussage zu Kwasnioks Position blieb aus.
Trotz der angespannten Lage wirkte der Trainer nach dem Treffen entspannt. Auf Nachfrage zur Situation scherzte er: "Ach, ein Picknick – und ich war nicht mal eingeladen!" Gegenüber wartenden Fans fügte er später hinzu: "Heute passiert hier nicht mehr viel. Ich genieße jetzt erstmal die Sonne." Seine lockeren Kommentare standen im Kontrast zur Ernsthaftigkeit der sportlichen Krise.
Falls es zu einem Wechsel kommt, gilt Co-Trainer René Wagner als wahrscheinlichster Interimsnachfolger. Der FC Köln verfügt derzeit nur über einen schmalen Vorsprung von zwei bis vier Punkten auf die Abstiegsplätze, die aktuell Werder Bremen, der FC St. Pauli und 1. FC Heidenheim belegen. Mit einer Bilanz von sechs Siegen, fünf Unentschieden und elf Niederlagen suchen Fans wie Vereinsführung gleichermaßen nach Lösungen.
Kwasniok bleibt vorerst im Amt, doch die Vereinsführung prüft ihre Optionen. Ohne öffentliche Unterstützung durch Kessler mehren sich die Spekulationen über seine Zukunft.
Eine endgültige Entscheidung über die Trainerfrage steht noch aus. Angesichts des knappen Abstands zu den Abstiegsrängen wird die Situation jedoch immer dringlicher. Jede Veränderung müsste die aktuelle Schwächephase überwinden und den Klassenerhalt für die nächste Saison sichern.






