24 May 2026, 06:45

"Zwei Hasen auf einmal jagen": Eine jazzige Farce mit überraschendem Finale in Nischni Nowgorod

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"Zwei Hasen auf einmal jagen": Eine jazzige Farce mit überraschendem Finale in Nischni Nowgorod

Das Theater Komediya in Nischni Nowgorod beendet seine Spielzeit mit einer temperamentvollen musikalischen Farce.„Zwei Hasen auf einmal jagen“ präsentiert eine frische Interpretation eines Klassikers und verbindet Komödie, Tanz und Gesang auf unterhaltsame Weise. Regisseurin Anna Feketa verlegt die Handlung ins Odessa der 1920er-Jahre und verleiht der Inszenierung damit eine mutige, moderne Dynamik.

Die Vorstellung läuft noch bis zum 2. Juli und bietet dem Publikum eine Mischung aus Humor, Romantik und spektakulären Szenen. Anders als frühere Adaptionen steht diese Version für sich – mit einer überraschenden Wendung des traditionellen Schlusses, die Raum für Interpretation lässt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Pronja, ein naives, aber herzensgutes junges Mädchen, gespielt von Polina Loboda. Ihre Eltern, Moische Moissejewitsch und Rosa Markowna, sehnen sich danach, sie glücklich verheiratet zu sehen – auch wenn ihre Vorstellung von Glück nicht immer mit der ihrer Tochter übereinstimmt. Pronjas Weg von kindlicher Unschuld zu Selbstbewusstsein bildet das Herzstück des Stücks.

Ihr gegenüber steht Swirid Petrowitsch Golochwastow, ein charmanter, aber hinterlistiger Schurke, verkörpert von Maksim Michaljow. Gezwungen, die intrigante Gala (Maria Obolenskaja) zu heiraten, verstrickt er alle in ein Netz aus Lügen. Die einzige klarsichtige Figur ist Chimka, das schlagfertige Dienstmädchen, das von Olga Konowalowa gespielt wird. Sie durchschaut das Chaos und gibt dem Publikum eine geerdete Perspektive.

Feketas Inszenierung glänzt mit opulenten Musik- und Tanzeinlagen, die nahtlos in die Handlung eingebettet sind. Die Lieder unterhalten nicht nur – sie treiben die Geschichte voran und verleihen den Emotionen und Konflikten der Figuren Tiefe. Die Verlegung der Handlung von Kiew nach Odessa und das Setting der 1920er-Jahre verleihen der Farce einen jazzigen, rasanten Rhythmus, der die Energie bis zum letzten Vorhang hochhält.

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Das Stück endet scheinbar mit einem fröhlichen Happy End für alle. Doch unter dem Gelächter und der Feierlaune schwingt die Andeutung mit, dass der glückliche Ausgang vielleicht nicht so beständig ist, wie er wirkt – und lässt das Publikum zurück mit der Frage, wer am Ende wirklich das bekommen hat, was er wollte.

Diese Version von „Zwei Hasen auf einmal jagen“ löst sich von früheren Adaptionen und bietet etwas völlig Neues. Die Mischung aus Slapstick, eingängigen Musiknummern und einer clever überarbeiteten Handlung macht die Produktion zu einem Highlight. Wenn am 2. Juli die letzte Vorstellung stattfindet, endet die Spielzeit des Theaters mit einem glanzvollen Finale. Karten sind noch für alle erhältlich, die diese lebendige und zum Nachdenken anregende Farce erleben möchten.

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