Wohnungsnot in NRW: Studierende kämpfen verzweifelt um ein Dach über dem Kopf
Liliana TrappWohnungsnot in NRW: Studierende kämpfen verzweifelt um ein Dach über dem Kopf
Tausende Studierende in Nordrhein-Westfalen (NRW) kämpfen darum, vor Beginn des Wintersemesters eine Unterkunft zu finden. Da die Plätze in Studentenwohnheimen knapp sind, müssen viele lange Wartezeiten in Kauf nehmen oder hohe Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt zahlen.
Besonders prekär ist die Situation in Aachen und Jülich, wo rund 11.000 Studierende auf den Wartelisten für einen Wohnheimplatz stehen. In Bielefeld kann sich die Wartezeit auf ein Zimmer auf bis zu vier Semester erstrecken. Selbst in kleineren Städten wie Siegen konkurrieren etwa 700 Studierende um die begrenzten Plätze.
In Köln, Münster und Bonn suchen noch zwischen 2.500 und 3.000 Studierende verzweifelt nach einem Zimmer. In Bonn-Auerberg könnte ein ehemaliges Parkdeck zu Studentenzimmern umgebaut werden – doch das Projekt stockt, da die Baugenehmigung fehlt.
Die Mieten in den Wohnheimen variieren in der Region stark: In Bielefeld kostet ein Zimmer etwas über 200 Euro im Monat, während Studierende in Köln bis zu 340 Euro zahlen – immer noch deutlich günstiger als auf dem privaten Wohnungsmarkt. Die Studierendenwerke in NRW warnen seit Langem, dass der Wohnungsbau mit der Nachfrage nicht Schritt hält.
Die Wohnungsnot lässt viele Studierende im Unklaren, wo sie zu Semesterbeginn unterkommen werden. Ohne mehr Wohnheimplätze oder schnellere Genehmigungen für Neubauprojekte wird der Druck auf den Mietmarkt weiter steigen.






