15 May 2026, 06:29

Wirtschaft fordert raschen Ersatz der maroden Frings-Brücke bis 2035

Eine Brücke mit Geländern überspannt eine belebte Straße mit vielen Fahrzeugen, Fußgängern mit Schirmen und anderen Gegenständen, mit Gebäuden, Bäumen, Pfählen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wirtschaft fordert raschen Ersatz der maroden Frings-Brücke bis 2035

Die Josef-Kardinal-Frings-Brücke, eine zentrale Route für den Güterverkehr zwischen Neuss und Düsseldorf, soll bis 2035 ersetzt werden. Doch Wirtschaftsverbände drängen auf eine schnellere Umsetzung angesichts der volkswirtschaftlichen Folgen. Durch die begrenzte Kapazität der Brücke entstehen jährlich Verluste in Höhe von etwa 45 Millionen Euro.

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Täglich passieren rund 3.500 voll beladene Lkw die Brücke, viele von ihnen auf dem Weg zu den nahegelegenen Häfen in Neuss und Düsseldorf. Doch die veraltete Konstruktion bremst Handel und Logistik aus.

Drei Organisationen – die IHK Mittlerer Niederrhein, die IHK Düsseldorf und der NDH – haben nun Initiativen ergriffen, um das Verfahren zu beschleunigen. Sie ließen eine rechtliche Prüfung durch Dr. Elmar Loer und Dr. Alexander Beutling erstellen, die vorschlagen, die Planungszeiten von sechs bis acht Jahren auf nur noch ein Jahr zu verkürzen. Ihre Erkenntnisse sowie ein Sechs-Punkte-Katalog mit Forderungen sollen bald Behörden und Politikern vorgelegt werden.

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, kritisiert den langen Zeitrahmen für den Brückenneubau. Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, erwartet bis Ende 2025 Gesetzesentwürfe, die Planungszeiten für solche Projekte halbieren könnten. Beide sind sich einig: Ein zügiger Fortschritt hängt von stabilen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen ab.

Der Ersatzneubau der Brücke bleibt offiziell für 2035 vorgesehen, doch der Druck wächst, den Zeitplan zu straffen. Falls die Planungszeiten wie vorgeschlagen verkürzt werden, könnte der Bau bereits Jahre früher beginnen. Das würde die wirtschaftlichen Verluste verringern und die Staus für tausende tägliche Gütertransporte entlasten.

Quelle