Wiesbadens Kürbissuppen-Festival feiert Rückkehr mit Kunst und Tradition
Samira StriebitzWiesbadens Kürbissuppen-Festival feiert Rückkehr mit Kunst und Tradition
Wiesbadens Kürbissuppen-Festival kehrte am Samstagmorgen zurück
Am vergangenen Samstag lockte das Kürbissuppen-Festival in Wiesbaden erneut rund zwei Dutzend Besucher ins Wiesbadener KunstHaus. Die Veranstaltung, die sich um Gemeinschaft und Kreativität dreht, hat sich längst zu einer geliebten lokalen Tradition entwickelt. In diesem Jahr stand auch die ikonische Kürbisskulptur der Stadt im Mittelpunkt – ein interaktives Kunstwerk im öffentlichen Raum mit einer bewegten Geschichte.
Die Ursprünge des Festivals reichen bis ins Jahr 2004 zurück, als die Künstlerin Sarah Goodridge die Kürbisskulptur erstmals auf dem Grundstück der Familie Dern im Wiesbadener Kurpark installierte. Ursprünglich als Kritik an der städtischen Bebauung gedacht, entwickelte sich das Werk im Laufe der Jahre weiter. Bis 2026 war es in den Churpark umgesiedelt, restauriert und zu einer interaktiven Installation mit Licht- und Tonelementen für Gemeinschaftsveranstaltungen umgebaut worden.
Aufgrund ihrer Beliebtheit fand die Skulptur schließlich ihren heutigen Platz neben dem Wochenmarkt – ein Wunsch, den Anwohner immer wieder geäußert hatten. Mittlerweile ist sie das meistfotografierte Kunstwerk Wiesbadens, wobei ihr Design sich jedes Jahr leicht verändert.
Beim Festival tauschten die Besucher Rezepte aus, von kleinen Hokkaido-Kürbissen bis hin zu riesigen Sorten. Neben präzisen Zutatenangaben wurden auch persönliche Geschichten geteilt. Wer die gespendete Kürbissuppe probieren wollte, musste zuvor die "Ode an den Kürbis" singen – eine verspielte Tradition, die dem Event seinen besonderen Charme verleiht.
Der Umzug des Festivals ins Wiesbadener KunstHaus unterstreicht sein Motto des Gebens und Nehmens. Es verbindet weiterhin Generationen, Kulturen und Geschmäcker und ist damit ein Höhepunkt im Wiesbadener Veranstaltungskalender.
Das Kürbissuppen-Festival bleibt eine einzigartige Mischung aus Kunst, Kulinarik und Gemeinschaft. Die Verwandlung der Skulptur von einer symbolträchtigen Installation zu einem interaktiven Wahrzeichen spiegelt auch die Entwicklung des Festivals selbst wider. Mit seinem neuen Zuhause im KunstHaus wird es noch lange Menschen zusammenbringen.