17 June 2026, 19:25

Wie Verlage mit Social Media und digitalen Formaten junge Leser gewinnen

Augen auf und durch - Warum es besser ist, es zu versuchen, als stillzustehen

Wie Verlage mit Social Media und digitalen Formaten junge Leser gewinnen

Die Verlagsbranche passt sich modernen Gewohnheiten an, um neue Leser zu gewinnen. Viele Buchhandlungen und Verlage nutzen inzwischen soziale Medien und digitale Plattformen, um mit ihrem Publikum in Kontakt zu treten. Mit diesen Veränderungen soll vor allem eine jüngere, heimatorientierte Zielgruppe in den vertrauten Online-Räumen erreicht werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mona Lang, heute Programmdirektorin bei Kiepenheuer & Witsch, betreibt einen beliebten Instagram-Buchclub mit fast 25.000 Followern. Maria Christina Piwowarski, früher bei der Buchhandlung Ocelot tätig, veranstaltet online literarische „Sprechstunden“ für Diskussionen und Buchempfehlungen. Nicolas Greno von der Buchhandlung Greno teilt samstagsmorgens Videos, in denen die Donauwörther Reichsstraße im Mittelpunkt steht.

Publishers Weekly Plus hat einen Premium-Service eingeführt. Für 5 Euro im Monat erhalten Abonnenten Zugang zu exklusiven Artikeln, E-Papers und Archiven. Die Branche richtet ihren Fokus zunehmend auf die „Generation Daheimbleiber“ und begegnet ihr auf den Plattformen, auf denen sie sich am häufigsten aufhält.

Ein Branchenkenner erinnerte an frühere Traditionen, etwa an die Frauen der Markus-Buchhandlung in Gütersloh, die jeden Freitag ihre Wochenend-Leseempfehlungen präsentierten. Er berichtete auch von ausgiebigen Debatten in Verlagskreisen, die so lange geführt wurden, bis ein stichhaltiges Gegenargument kam. Doch einmal habe man ihm gesagt, dass Taschenbücher und farbige Einlegeblätter in Buchhandlungspräsentationen die Verkäufe nicht steigern würden.

Digitale Initiativen und soziale Medien verändern die Art und Weise, wie Bücher beworben werden. Verlage und Buchhändler setzen zunehmend auf Online-Tools, um die Bindung zu ihren Lesern zu stärken. Diese Bemühungen spiegeln einen größeren Trend wider: die Leser dort abzuholen, wo sie sich ohnehin schon aufhalten.

Quelle