Vom Flughafen zum Kultur-Hotspot: Tegels Turbulence feiert Neuanfang
Liliana TrappVom Flughafen zum Kultur-Hotspot: Tegels Turbulence feiert Neuanfang
Berlins ikonischer Flughafen Tegel (TXL) schloss im November 2020 seine Tore – mit ursprünglichen Plänen für einen baldigen Abriss. Doch statt abgerissen zu werden, erlebt das Gelände nun eine Wiedergeburt als Zentrum für Innovation und Kultur. Eine der jüngsten Verwandlungen betrifft die alte Kantine, die bis Juni 2023 leer stand und nun als lebendiger Club unter dem Namen Turbulence neu aufblüht.
Die ehemalige Flughafenkantine, bekannt als Alte Frachtkantine, blieb fast drei Jahre ungenutzt. Ein Kollektiv aus sechs Kreativen, das sich ebenfalls Turbulence nennt, wurde ausgewählt, um den Ort in eine kulturelle Begegnungsstätte umzuwandeln. Ihr Ziel war klar: einen inklusiven, nachhaltigen Partyraum zu schaffen, der für alle offen ist.
Am 30. September 2023 feierte Turbulence mit LIFTOFF offiziell Eröffnung – eine kostenlose Veranstaltung für bis zu 700 Gäste. Die Gruppe verpflichtet sich, ausschließlich Künstler:innen zu buchen, die keine diskriminierende Vergangenheit haben. Barrierefreiheit stand ebenfalls im Fokus: Der Zugang ist stufenlos, und es gibt spezielle Angebote für Menschen mit Behinderungen.
Doch nicht nur der Club verändert sich – das gesamte TXL-Gelände ist im Wandel. Bereit eingezogen sind Urban Tech Republic und das Schumacher Quartier, Teil von Berlins Plan, hier ein nachhaltiges Innovationszentrum zu schaffen. Die Tegel Projekt GmbH, verantwortlich für die Umgestaltung, treibt die Entwicklung vom Flughafen zu einem modernen, vielseitig nutzbaren Raum voran.
Aus der alten Tegeler Kantine ist nun ein Club geworden, der Inklusion und Nachhaltigkeit großschreibt. Mit LIFTOFF startete Turbulence eine neue Ära für das Gelände – eine Verbindung von Kultur und Berlins Innovationsdrang. Das Projekt steht exemplarisch für die größeren Bestrebungen, TXL zu einem dynamischen Teil der Stadtzukunft umzugestalten.






