15 March 2026, 20:42

Viersen droht bis 2031 die Pleite: 39 Millionen Euro Defizit bis 2026

Ein buntes Papier mit fettem Text und Bildern von verschiedenen, lächelnden Menschen, das eine parlamentarische Reform mit Hoffnung und Optimismus zeigt.

Viersen droht bis 2031 die Pleite: 39 Millionen Euro Defizit bis 2026

Viersen steht vor einer eskalierenden Finanzkrise: Bis 2026 droht ein Defizit von 39 Millionen Euro. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) warnt, dass die Stadt ohne grundlegende Reformen bis 2031 insolvent werden könnte. Statt Steuererhöhungen fordert die IHK eine engere Zusammenarbeit zwischen den kommunalen Gremien, um Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern.

Die Haushaltsprobleme Viersens haben sich durch steigende Ausgaben verschärft – insbesondere in der Jugendhilfe und bei den Kreisumlagen. Mit jährlichen Fehlbeträgen von 25 bis 35 Millionen Euro rechnet die Stadt bis mindestens 2029 mit negativen Ergebnissen. Trotz eines freiwilligen Konsolidierungsplans steigen die Personalkosten weiter und belasten den Haushalt zusätzlich.

Die IHK lehnt die im Entwurf für den Haushalt 2027 vorgesehenen Erhöhungen der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer entschieden ab. Viersen verzeichnet bereits jetzt die zweithöchste Grundsteuer für gewerbliche Immobilien in ihrem IHK-Bezirk – weitere Anhebungen könnten die Wettbewerbsfähigkeit weiter schwächen. Stattdessen schlägt die Kammer vor, Gewerbegebiete auszuweiten, um die Einnahmen zu steigern und die Abhängigkeit von Steuererhöhungen zu verringern.

Um die finanzielle Belastung zu mindern, empfiehlt die IHK eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit. Gemeinsame Dienstleistungen und schlankere Verwaltungsstrukturen könnten die Kosten senken, ohne die Wirtschaft zusätzlich zu belasten. Konkrete Beispiele erfolgreicher regionaler Kooperationen nannte der aktuelle Bericht jedoch nicht.

Ohne Gegenmaßnahmen bleibt die finanzielle Zukunft Viersens düster – die Gefahr einer Insolvenz innerhalb des nächsten Jahrzehnts ist real. Die IHK setzt auf Zusammenarbeit und Flächenentwicklung statt auf Steuererhöhungen. Die Stadt steht nun vor schwierigen Entscheidungen, um den Haushalt auszugleichen und langfristige Stabilität zu sichern.

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