17 April 2026, 12:35

Uniper verkauft Kohlekraftwerk Datteln 4 und setzt auf Energiewende-Strategie

Balkendiagramm, das die Wertminderungen von Ölunternehmen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Uniper verkauft Kohlekraftwerk Datteln 4 und setzt auf Energiewende-Strategie

Uniper SE hat den Verkauf seines Kohlekraftwerks Datteln 4 an die ResInvest Group a.s. abgeschlossen. Der Deal wurde am 22. September 2025 finalisiert und markiert eine weitere Verschiebung im Energieportfolio des Unternehmens. Unterdessen passt die deutsche Bundesregierung ihre Pläne für neue Gaskraftwerke an – die Wasserstofftauglichkeit ist dabei nicht mehr zwingend vorgeschrieben.

Uniper ist in drei Hauptgeschäftsbereichen aktiv: europäische Stromerzeugung, globaler Rohstoffhandel sowie Stromproduktion in Russland. Das Unternehmen handelt mit Strom, Erdgas, Flüssigerdgas (LNG) und Kohle und bietet zudem Logistiklösungen an. Zu seinen Dienstleistungen zählen außerdem Brennstoffbeschaffung, Ingenieursleistungen, Asset-Management und betriebliche Instandhaltung.

In finanzieller Hinsicht verzeichnet Uniper eine EBITDA-Marge von 1,15 Prozent und eine Eigenkapitalrendite (ROE) von 1,66 Prozent. Analysten sehen das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel für die Uniper-Aktie bei etwa 15,50 Euro – und damit über dem aktuellen Börsenkurs von 12,30 Euro.

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Das Portfolio des Konzerns umfasst sowohl fossile als auch erneuerbare Energieanlagen, die in Deutschland, Großbritannien, Russland und weiteren internationalen Märkten verteilt sind. Kürzlich ging Uniper eine Partnerschaft mit ThyssenKrupp ein, um die Wasserstofftechnologie voranzutreiben. Ihr gemeinsames Projekt zielt auf die Entwicklung eines großindustriellen Ammoniak-Crackers ab.

Der Verkauf von Datteln 4 unterstreicht Unipers anhaltende Anpassungen in seinem Energiebestand. Mit laufenden Wasserstoffprojekten und einem diversifizierten Erzeugungsportfolio passt sich das Unternehmen weiterhin den Markt- und Regulierungsänderungen an. Auch die überarbeitete Gaskraftwerksstrategie der Bundesregierung könnte künftige Energieinvestitionen beeinflussen.

Quelle