03 May 2026, 04:33

Uniklinik Köln revolutioniert Medikamentenvergabe mit automatisiertem Tabletten-System

Weißer Tisch mit einer Pillendose, die Pillen enthält, und einem Stethoskop daneben, Pillendose mit Text beschriftet.

Uniklinik Köln revolutioniert Medikamentenvergabe mit automatisiertem Tabletten-System

Uniklinik Köln erweitert automatisiertes Tablettenabgabesystem auf bis zu 600 Patientenbetten

Die Uniklinik Köln baut ihr automatisiertes System zur Medikamentenvergabe aus und versorgt damit künftig bis zu 600 Patientenbetten. Mit dem Schritt soll die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals verringert und gleichzeitig die Arzneimittelsicherheit erhöht werden. Die Klinik hatte die Technologie bereits 2018 als eine der ersten in Deutschland eingeführt.

Das System funktioniert, indem verschiedene Medikamente in separaten Schubladen gelagert werden – das entfällt für das Pflegepersonal das nächtliche manuelle Sortieren und Verpacken von Tabletten. Jede Einzeldosis wird automatisch verpackt und mit klaren Etiketten versehen, die den Patientenname, Angaben zum Medikament sowie einen Code mit Verweis auf die Einnahmehinweise enthalten. Dadurch entfällt das Keimrisiko, das von herkömmlichen Sieben-Tage-Tablettenboxen ausgeht.

Zudem wird Abfall reduziert, da die Tabletten direkt aus Großgebinden in die Verpackungsmaschinen befördert werden. Die positiven Erfahrungen der Klinik mit der frühen Einführung haben nun zur flächendeckenden Umsetzung geführt. Bis 2030 müssen alle deutschen Krankenhäuser ähnliche Systeme einführen – andernfalls drohen ihnen finanzielle Sanktionen der Krankenkassen.

Die Erweiterung folgt auf Jahre der Erprobung und Optimierung. Pflegende müssen keine Tabletten mehr abzählen oder mehrere Boxen handhaben und können sich stärker auf die Patientenversorgung konzentrieren. Die Technologie garantiert Präzision und Hygiene und behebt damit langjährige Probleme in der Medikamentenverteilung.

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Das automatisierte System versorgt nun noch mehr Patienten in der gesamten Klinik. Es verringert manuelle Arbeitsabläufe, minimiert Fehlerquellen und verbessert den Infektionsschutz. Angesichts der bevorstehenden Frist für 2030 wird erwartet, dass weitere Krankenhäuser dem Kölner Vorbild folgen und ihre Medikamentenlogistik modernisieren.

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