29 June 2026, 18:59

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 im negativen Bereich

Erstmals negative Netto-Strompreise für Endkunden

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 im negativen Bereich

Strompreise für einige deutsche Kunden erstmals 2024 im Minus

Am Sonntag fielen die Nettokosten für Strom für bestimmte Verbraucher in Deutschland erstmals in diesem Jahr unter null – nach Abzug von Steuern und Umlagen. Der Rückgang fiel mit einem deutlichen Einbruch der Großhandelspreise zusammen, die im Tagesverlauf stark sanken.

Die Großhandelspreise für Strom gingen bereits um 9 Uhr morgens in den negativen Bereich und blieben bis 17 Uhr dort. Zwischen 13 und 14 Uhr erreichten sie mit -250,32 Euro pro Megawattstunde ihren Tiefststand, was -25,03 Cent pro Kilowattstunde entspricht.

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Der Energieanbieter Tibber verzeichnete für Endkunden den niedrigsten Nettopreis von -8,6 Cent pro Kilowattstunde in der Kölner Region während desselben Zeitraums. Am Abend desselben Tages stieg der dynamische Tarif von Tibber dann zwischen 20 und 21 Uhr auf 36 Cent pro Kilowattstunde an.

Kunden mit dynamischen Tarifen verdienten Geld, indem sie in den Stunden mit negativen Preisen Strom verbrauchten. Bundesweit lagen die Nettopreise zwischen 4,9 und 11,6 Cent pro Kilowattstunde, in einigen Regionen sanken sie sogar auf -12 Cent pro Kilowattstunde.

Im vergangenen Jahr waren die Großhandelspreise 457 Stunden lang negativ – ein Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zu 2023. Im Juli 2023 fielen die Preise einmal auf -500 Euro pro Megawattstunde, doch damals profitierten weniger Anbieter und Kunden von dynamischen Tarifen. Merlin Lauenburg, Deutschland-Chef von Tibber, prognostiziert, dass in diesem Sommer aufgrund der anhaltenden Marktunflexibilität neue Rekordwerte bei negativen Strompreisen erreicht werden.

Der Preisverfall markiert einen bemerkenswerten Moment für deutsche Energieverbraucher. Wer dynamische Tarife nutzt, konnte finanziell profitieren, indem er zum richtigen Zeitpunkt Strom verbrauchte. Experten erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt, solange die Marktbedingungen bestehen bleiben.

Quelle