07 May 2026, 00:31

Solinger Seniorenbeirat protestiert gegen 10-Euro-Eintritt beim Gräfrather Marktfest

Ein hellgelbes Plakat mit weißem Rand zeigt in fetter schwarzer Schrift den Text "Arbeitgeber spart auf Kosten der Gesellschaft" und Bilder von einer vielfältigen Gruppe strahlender Menschen, die den Betrachter anschauen.

Solinger Seniorenbeirat protestiert gegen 10-Euro-Eintritt beim Gräfrather Marktfest

Der Solinger Seniorenbeirat hat sich gegen die neu eingeführte Eintrittsgebühr von 10 Euro für das Gräfrather Marktfest ausgesprochen. Zum ersten Mal seit fast 50 Jahren müssen Besucherinnen und Besucher für den Zugang zum Fest zahlen. Kritiker argumentieren, dass die Gebühr ältere Bürger unzumutbar belastet – viele von ihnen sind auf kleine Renten angewiesen.

Die Veranstalter rechtfertigen die Kosten mit steigenden Sicherheitsausgaben. Der Seniorenbeirat warnt jedoch, dass die Gebühr eine Hürde darstellt, insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen. Altersarmut bleibt in Solingen ein drängendes Problem, und viele Senioren können sich grundlegende soziale Aktivitäten kaum noch leisten.

Das Marktfest war jahrzehntelang ein wichtiger Ort der Gemeinschaft, besonders für ältere Menschen. Doch da von den 10 Euro Eintritt nur 2 Euro als Essensgutschein zurückerstattet werden, hält der Beirat die Kosten für Rentner für unverhältnismäßig. Auch der vorgeschlagene kostenlose Familientag am Sonntag wird als unzureichend kritisiert – schließlich leben viele Senioren allein und sind auf regelmäßige Teilhahmöglichkeiten angewiesen.

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Der Beirat fordert stattdessen fairere Lösungen, etwa gestaffelte Preise, Ermäßigungen für Senioren oder eine stärkere finanzielle Unterstützung durch die Stadt. Die Debatte geht mittlerweile über das Fest selbst hinaus und wirft die Frage auf, wer die Kosten für den Erhalt inklusiver Gemeinschaftsveranstaltungen tragen soll.

Die neue Eintrittsgebühr droht, den Charakter des Festes zu verändern und es nach Jahrzehnten kostenfreien Zugangs weniger inklusiv zu machen. Ohne Anpassungen könnten viele ältere Bürger künftig nicht mehr teilnehmen. Der Seniorenbeirat setzt sich weiterhin für Maßnahmen ein, die bezahlbare Teilhabe ermöglichen – ohne dabei Sicherheitsbelange zu vernachlässigen.

Quelle