21 April 2026, 06:29

Solingen setzt auf "Housing First" im Kampf gegen Wohnungslosigkeit

Eine U.S.-Karte, die den Prozentsatz der Menschen zeigt, die in jedem Bundesstaat obdachlos sind, mit begleitendem erklärendem Text.

Solingen setzt auf "Housing First" im Kampf gegen Wohnungslosigkeit

Solingen will gegen Obdachlosigkeit mit konsequenterer Strategie vorgehen

Nach einem überparteilichen Antrag plant Solingen, stärker gegen Obdachlosigkeit vorzugehen. Die Stadt will eine strukturierte, langfristige Strategie zur Unterstützung wohnungsloser Menschen umsetzen. In einer entscheidenden Sitzung am 21. April 2026 sollen die nächsten Schritte konkretisiert werden.

Eine fraktionsübergreifende Initiative fordert einen systematischeren Ansatz im Kampf gegen Obdachlosigkeit in Solingen. Der Antrag betont die Notwendigkeit nachhaltiger Lösungen – im Mittelpunkt steht dabei das Modell "Housing First", das auf die schnelle Bereitstellung stabiler Wohnverhältnisse in Kombination mit individueller Betreuung setzt.

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Aktuell leben in Solingen etwa 20 Menschen ohne jede Unterkunft. Neue Maßnahmen zielen direkt auf diese Gruppe ab und bieten niedrigschwellige Gesundheitsversorgung sowie Beratungsangebote. Gleichzeitig sollen präventive Hilfen ausgebaut werden, um Obdachlosigkeit von vornherein zu verhindern.

Ein bereits erfolgreiches Projekt, das landesgeförderte Programm "ProMie+ Solingen", wird nun dauerhaft verankert. Die Stadtverwaltung wurde aufgefordert, die Zusammenarbeit zwischen den Unterstützungseinrichtungen zu verbessern. Eine Machbarkeitsstudie soll prüfen, ob eine koordinierende Stelle die Arbeit der verschiedenen Akteure effizienter gestalten könnte.

Um die Fortschritte zu messen, werden regelmäßig Berichte über die Wirksamkeit der Maßnahmen erstellt. Ziel ist es, langfristige Stabilität für von Obdachlosigkeit bedrohte oder betroffene Menschen zu schaffen.

In der Sitzung am 21. April wird der endgültige Plan für Solingens neue Obdachlosenstrategie beschlossen. Falls der Antrag angenommen wird, soll "Housing First" zum zentralen Instrument der Unterstützung gefährdeter Bürger werden. Die Stadt will die Ergebnisse eng begleiten, um die Maßnahmen bei Bedarf anzupassen und kontinuierlich zu verbessern.

Quelle