23 March 2026, 10:38

Solingen plant Grundsteuer-Reform: Entlastung für Mieter und Eigentümer in Sicht

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebiets mit beschrifteten Abschnitten für Gebäude, Straßen und andere Merkmale.

Solingen plant Grundsteuer-Reform: Entlastung für Mieter und Eigentümer in Sicht

Solingens Grundsteuersystem könnte bald reformiert werden, nachdem die CDU noch vor Jahresende eine Überprüfung gefordert hat. Die Partei will differenzierte Steuersätze einführen, um die Belastung für Wohnimmobilien zu verringern und gleichzeitig gewerbliche Objekte stärker heranzuziehen. Laut ihrem Vorschlag würde diese Anpassung die finanzielle Belastung für Mieter und Eigentümer gleichermaßen mindern.

In den vergangenen fünf Jahren (2021–2025) stiegen die Grundsteuerwerte in Solingen im Schnitt um 18 bis 22 Prozent für Wohngebäude und 15 bis 20 Prozent für Gewerbeimmobilien. Diese Erhöhungen lagen unter dem nordrhein-westfälischen Durchschnitt von 25 Prozent für Wohnhäuser und 22 Prozent für Betriebe. Im Vergleich zu Städten wie Düsseldorf ( 28 Prozent bei Wohnimmobilien, +25 Prozent bei Gewerbe) oder Köln ( 27 Prozent bzw. +24 Prozent) fiel der Anstieg in Solingen moderater aus und entsprach eher den Werten Wuppertals ( 19 Prozent für Wohnen, +17 Prozent für Gewerbe). Diese Trends wurden durch Daten der Landesfachausschüsse und des Finanzministeriums bestätigt.

Die CDU kritisiert, dass die aktuelle Berechnungsmethode gewerbliche Immobilien unangemessen begünstige, während die Kosten für Wohnraum steigen. Ihr Vorschlag zielt auf eine haushaltsneutrale Anpassung ab: Künftige Erhöhungen sollen an den Verbraucherpreisindex des Landes gekoppelt werden, mit einer Obergrenze von drei Prozent pro Jahr. Dirk Errestink, der neue finanzpolitische Sprecher der Fraktion, hat den Plan offiziell im Stadtrat eingereicht. Auch Carsten Becker, finanzpolitischer Sprecher der CDU, unterstützt die Initiative und betont ihr Potenzial, die Wohnkosten zu stabilisieren.

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Die Landesregierung hatte Kommunen kürzlich ermöglicht, unterschiedliche Steuersätze für Wohn- und Gewerbeimmobilien festzulegen. Solingens Christdemokraten halten ihren Ansatz für rechtssicher und versprechen Entlastung, ohne die Haushaltsplanung der Stadt zu gefährden. Besonders Mieter könnten profitieren, da die Grundsteuer Teil der Betriebskosten ist.

Falls der Vorschlag angenommen wird, würden die neuen Sätze im nächsten Haushaltszyklus Solingens in Kraft treten. Die CDU will damit Fairness für Bürger und städtische Einnahmen in Einklang bringen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Stadtrat – nach einer weiteren Prüfung des Plans.

Quelle