Rindfleisch wird für Bauern billiger – doch Verbraucher zahlen mehr denn je
Ingrid LöwerRindfleisch wird für Bauern billiger – doch Verbraucher zahlen mehr denn je
Rindfleischpreise in Deutschland erneut gesunken – Verbraucher zahlen mehr für Rind und Döner
Die Preise für Rinder sind in Deutschland erneut gefallen, bedingt durch schwache Fleischverkäufe und Preisdruck vonseiten der Metzger. Gleichzeitig steigen für Verbraucher die Kosten für Rindfleisch – einige Fast-Food-Produkte wie Döner Kebabs könnten bald bis zu 10 Euro kosten.
Zum zweiten Mal in Folge sind die Rindfleischpreise gesunken. Der Verbandspreis für Jungbullen der Klasse R3 liegt aktuell bei 6,80 Euro pro Kilogramm Lebendgewicht, für Kühe der Klasse O3 bei 6,15 Euro pro Kilogramm. Im Durchschnitt sind die Preise für Rinder aller Kategorien um 10 Cent pro Kilogramm zurückgegangen.
Der Rückgang erfolgt, obwohl die Schlachtzahlen weiterhin unter denen des Vorjahres liegen. Das Angebot an Schlachtrindern bleibt knapp, bei einigen Waren herrscht am Großmarkt sogar Mangel. Dennoch drücken die verhaltene Nachfrage nach Fleisch und der Preisdruck der Metzger die Rindfleischpreise weiter nach unten.
Für Verbraucher ist Rindfleisch dagegen deutlich teurer geworden: In den ersten Juliwochen zahlten sie 20,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Angesichts der hohen Fleischkosten, steigender Löhne und Energiekosten könnte der Preis für einen Rindfleisch-Döner bald bei 10 Euro liegen.
Der Rindermarkt steht vor widersprüchlichen Entwicklungen: Obwohl Schlachtzahlen und Angebot niedrig bleiben, fallen die Preise weiter. Gleichzeitig müssen Verbraucher für Rindfleisch deutlich mehr bezahlen – und auch die Preise für Fast Food steigen.






