Rechtsextreme Straftaten in NRW auf Rekordhoch – Mönchengladbach besonders betroffen
Ingrid LöwerRechtsextreme Straftaten in NRW auf Rekordhoch – Mönchengladbach besonders betroffen
Rechtsextreme Straftaten in Nordrhein-Westfalen erreichen höchsten Stand seit über 20 Jahren
In Nordrhein-Westfalen (NRW) haben rechtsextreme Straftaten den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten erreicht. Neue Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg der Delikte im gesamten Bundesland, wobei Mönchengladbach zu den am stärksten betroffenen Gebieten zählt. Die Daten offenbaren einen besorgniserregenden Anstieg von Gewalt, Antisemitismus und Angriffen auf Minderheiten im Jahr 2025.
Die Gesamtzahl rechtsextremer Straftaten in NRW stieg von 5.641 im Jahr 2024 auf 6.268 im Jahr 2025 – der höchste Wert seit 2001. Im Schnitt wurden täglich 17 solche Taten registriert. Allein die gewalttätigen Vorfälle nahmen um 24 Prozent zu, von 154 auf 191 Fälle.
Besonders stark betroffen ist Mönchengladbach: Hier stiegen die rechtsextremen Straftaten von 78 im Jahr 2024 auf 139 im Jahr 2025. Die Stadt gehört damit zu den zehn Kommunen in NRW mit den meisten derartigen Vorfällen. Die Grünen-Landtagsabgeordnete Lena Zingsheim-Zobel aus Mönchengladbach hat die Zunahme öffentlich scharf verurteilt.
Landesweit nahmen antisemitische Straftaten um 13 Prozent zu, von 695 auf 786. Angriffe aufgrund der sexuellen Orientierung stiegen um 27 Prozent, von 203 auf 257. Noch stärker war der Anstieg bei antiziganistischen Vorfällen: Hier gab es einen Zuwachs von 47 Prozent, von 30 auf 44 Fälle. Gleichzeitig gingen islamfeindliche Straftaten leicht um 2 Prozent zurück, von 338 auf 330.
Die Zahlen für 2025 unterstreichen einen wachsenden Trend zu rechtsextremer Gewalt und Diskriminierung in NRW. Der deutliche Anstieg in Mönchengladbach spiegelt die landesweite Entwicklung wider, mit erheblichen Steigerungen bei antisemitischen, antiziganistischen und anti-LSBTIQ+-Straftaten. Behörden und lokale Vertreter haben begonnen, das Problem anzugehen, während die Fallzahlen weiter steigen.






