Photovoltaik-Mythen entlarvt: Warum viele Solaranlagen-Tipps falsch sind
Samira StriebitzPhotovoltaik-Mythen entlarvt: Warum viele Solaranlagen-Tipps falsch sind
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) warnt vor weitverbreiteten Fehleinschätzungen im Umgang mit Photovoltaik(PV)-Anlagen. Viele gängige Tipps und Annahmen zu Solaranlagen erweisen sich im Alltag als falsch oder unpraktikabel.
Ein hartnäckiger Mythos ist die Vorstellung, dass eine PV-Anlage mit Stromspeicher einen Haushalt vollständig autark macht. Tatsächlich wäre für eine vollständige Energieunabhängigkeit eine saisonale Speicherung nötig – die für die meisten Einfamilienhäuser jedoch unwirtschaftlich bleibt.
Ein weiterer Irrglaube ist, dass sich Solarstrom nur mit einem Batteriespeicher lohnt. Doch auch die Einspeisung ins Netz kann sinnvoll sein, selbst wenn die Erträge überschaubar sind. Die Anschaffung eines Speichers rentiert sich nicht unbedingt, wenn ein Haushalt bereits ohne ihn einen hohen Eigenverbrauch erreicht.
Viele gehen zudem davon aus, dass ein nach Süden ausgerichtetes Dach immer die beste Wahl ist. Dabei bieten Ost-West-Dächer eine gleichmäßigere Stromerzeugung über den Tag verteilt – was für Privathaushalte ebenso vorteilhaft sein kann.
Stecker-Solar-Geräte werden oft als Stromlieferant für leistungsstarke Geräte wie Kaffeemaschinen angesehen. Doch ihre Leistung ist auf 800 Watt begrenzt, was ihren Einsatz stark einschränkt.
Die Verbraucherzentrale bietet einen Ratgeber zu Dach-PV-Anlagen und Stecker-Solar-Geräten für alle, die sich fundiert informieren möchten. Mit ihren Materialien will sie gängige Missverständnisse ausräumen und Haushalten helfen, gut informierte Entscheidungen zu treffen.
