NRW verzeichnet leichten Anstieg der Abfallmenge – doch Pandemie-Höchststände bleiben unerreicht
Torsten BenderFast eine halbe Tonne Müll pro Person pro Jahr - NRW verzeichnet leichten Anstieg der Abfallmenge – doch Pandemie-Höchststände bleiben unerreicht
Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2023 leichten Anstieg der Abfallmenge
Im vergangenen Jahr stieg die Abfallproduktion in Nordrhein-Westfalen leicht an: Die Einwohner generierten 8,2 Millionen Tonnen Hausmüll – ein Plus von 2,1 Prozent im Vergleich zu 2022. Dennoch liegt der Wert weiterhin unter dem Höchststand während der Pandemie. Pro Kopf fielen 2023 genau 454,2 Kilogramm Abfall an, fast eine halbe Tonne pro Person.
In den Pandemie-Jahren 2020 und 2021 waren die Müllmengen deutlich höher geklettert. Damals lag die Pro-Kopf-Menge bei 480,4 bzw. 491,7 Kilogramm – getrieben durch den Boom bei Online-Bestellungen und Essenslieferungen. Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) betont jedoch, dass sich seitdem kein klarer Aufwärtstrend abzeichnet.
Mit knapp 40 Prozent – das entspricht 3,1 Millionen Tonnen – machte der Restmüll 2023 den größten Anteil aus. Der verbleibende Abfall setzte sich aus Bioabfällen, Papier und Pappe, Sperrmüll, Leichtverpackungen (inklusive Kunststoffe) sowie Glas zusammen.
Trotz des leichten Anstiegs im vergangenen Jahr deutet der BDE an, dass sich der pandemiebedingte Sprung mittlerweile normalisiert hat. Die aktuellen Zahlen spiegeln eine Rückkehr zu typischen Abfallmengen im Land wider.
Abfallaufkommen in NRW stabilisiert sich nach Pandemie-Höchstständen
Die neuesten Daten zeigen, dass sich die Müllmenge in Nordrhein-Westfalen nach dem pandemiebedingten Anstieg wieder auf einem stabilen Niveau bewegt. Zwar gab es 2023 einen moderaten Anstieg, doch die Gesamtmengen bleiben unter denen der Spitzenjahre. Restmüll bleibt mit Abstand der größte Posten im Abfallaufkommen.






